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Rundbrief Dezember 2012
Ewald Frank
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Kapitola 5
Gottes Wohlgefallen vor der Entrückung
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„Durch Glauben wurde Henoch entrückt, damit er den Tod nicht sähe, und »er war nicht mehr zu finden, weil Gott ihn entrückt hatte«; denn vor seiner Entrückung ist ihm bezeugt worden, dass er Gottes Wohlgefallen besessen habe“ (Heb 11:5).
Henoch, der Siebente nach Adam, hatte Gottes Wohlgefallen und wurde plötzlich entrückt. So müssen alle, die jetzt leben und entrückt werden, ohne den Tod zu sehen, Gottes Wohlgefallen haben. Im Alten Testament gab es die Opfer zur Sühne (2Mo 29 u. a.) und dann auch die Opfer, um Gott wohlgefällig zu werden bei Darbringung und Weihe der Erstlingsgarbe: „Dieser soll dann die gespendete Garbe vor dem Herrn weben, damit sie euch wohlgefällig mache; am Tage nach dem Sabbat soll der Priester sie weben“ (3Mo 23:11). Die Erstlingsgarbe wurde vor dem Herrn gewebt, um das Volk Gottes dem Herrn wohlgefällig zu machen: zuerst der Weizen, dann die Erstlingsgarbe und dann das Erstlingsbrot (3Mo 23:19-25).
Alle Auserwählten waren in Jesus Christus vorherbestimmt (Eph 1:3-5). Er war das Weizenkorn, das in die Erde fiel und starb und reiche Frucht hervorbrachte (Joh 12:24), und die Erlösten werden in der Vollendung der geerntete Weizen sein: „Er hat die Worfschaufel in Seiner Hand und wird Seine Tenne gründlich reinigen; Seinen Weizen wird Er in die Scheuer sammeln, die Spreu aber mit unlöschbarem Feuer verbrennen“ (Mat 3:12).
Von unserem Erlöser steht schon im Alten Testament mit Blick auf das Heilsgeschehen geschrieben: „Siehe da, Mein Knecht, an dem Ich festhalte, Mein Erwählter, an dem Mein Herz Wohlgefallen hat: Ich habe Meinen Geist auf Ihn gelegt, damit Er das Recht zu den Völkern hinaustrage“ (Jes 42:1).
Nachdem Er von Johannes getauft worden war und aus dem Wasser stieg, kam der Geist Gottes auf Ihn herab, „und siehe, eine Stimme erscholl aus den Himmeln: »Dieser ist Mein geliebter Sohn, an dem Ich Wohlgefallen gefunden habe!«“ (Mat 3:17; Mark 1:11). Vor der Wassertaufe hatte der Sohn gesagt: „… denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen …“ Das uns ist hier sehr wichtig. Wir sind als Söhne und Töchter Gottes mit einbezogen worden. In der Wassertaufe bekennen sich die Gläubigen zu ihrem Erlöser; in der Geistestaufe bekennt Er sich zu den Erlösten.
Bei der Verklärung Jesu auf dem Berg geschah Folgendes: „Während er noch redete, überschattete sie plötzlich eine lichte Wolke, und eine Stimme erscholl aus der Wolke, die sprach: »Dies ist Mein geliebter Sohn, an dem Ich Wohlgefallen gefunden habe: höret auf Ihn!«“ (Mat 17:5). „… höret auf Ihn!“ Der wahre Same Gottes, der in allen Söhnen und Töchtern Gottes offenbar wird, hat Gottes Wohlgefallen und hört auf Ihn.
Die gesamte Braut ist vollkommen erlöst und als unanklagbar Gott wohlgefällig dargestellt. Wie Gottes Wohlgefallen auf dem Erlöser in Seiner Menschwerdung ruhte, so muss jetzt offenbar werden, dass Sein Wohlgefallen auch auf Seiner erlösten Eigentumsgemeinde ruht, die Anteil an der göttlichen Natur bekommen hat (2Pt 1:4).
Der Apostel ermahnt uns: „Gestaltet eure Lebensführung nicht nach der Weise dieser Weltzeit, sondern wandelt euch um durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr ein sicheres Urteil darüber gewinnt, welches der Wille Gottes sei, nämlich der gute und wohlgefällige und vollkommene“ (Röm 12:2).
„… die Frucht des Lichts erweist sich nämlich in lauter Gütigkeit, Gerechtigkeit und Wahrheit –, und prüfet dabei, was dem Herrn wohlgefällig ist“ (Eph 5:9-10).
Die Überzeugung des Apostels ist auch meine, nämlich dass alle Erwählten, die jetzt Gottes Wort hören und glauben, Gott wohlgefällig werden: „Ich habe aber auch persönlich von euch, liebe Brüder, die feste Überzeugung, dass ihr eurerseits mit dem besten Willen erfüllt und, mit aller Erkenntnis voll ausgerüstet, wohlbefähigt seid, euch auch untereinander zurechtzuweisen. Trotzdem habe ich euch, wenigstens teilweise, etwas rückhaltlos geschrieben, um euch zu erinnern, und zwar aufgrund des mir von Gott verliehenen Gnadenamtes. Ich soll ja ein Diener Christi Jesu für die Heiden sein und als solcher den Priesterdienst an der Heilsbotschaft Gottes verrichten, damit die Heiden zu einer Gott wohlgefälligen, durch den Heiligen Geist geheiligten Opfergabe werden“ (Röm 15:14-16). Das wird das Resultat auch jetzt am Ende der Gnadenzeit sein. So gewiss Gott Seinen Botschafter sandte, so gewiss wird die Botschaft ausrichten, wozu sie gesandt wurde. Und weil es das Wort ist, das aus Seinem Munde ergangen ist, wird es nicht leer zu Ihm zurückkehren, sondern alles zustande bringen, was Gott sich vorgenommen hat (Jes 55). Amen.
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