Circular Letter
Rundbrief Dezember 2006 - Weckruf
Ewald Frank
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Chapter 4
Keine Einheit auf Kosten der Wahrheit
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Der Vereinigungsprozess aller Kirchen und Religionen unter Rom ist also in vollem Gang. Schon jetzt ist ein Gremium berufen worden, um festzulegen, wie der 500. Jahrestag der Reformation im Jahre 2017 in Rom gefeiert werden soll. Die schwere Wunde, die der Weltmacht durch das Schwert des Geistes in der Reformation zugefügt wurde, soll nun völlig zuheilen. Doch muss gefragt werden: Kann das die Einheit sein, für die Jesus Christus gebetet hat? Das kann doch niemand ernsthaft glauben. Wer Joh. 17 aufmerksam liest, wird feststellen, dass der Erlöser zu den Erlösten spricht, der Sohn Gottes zu allen Söhnen und Töchtern Gottes, die aus dem Wort und dem Geist wiedergeboren sind. Hier sollen nur die Verse 6 und 23 zitiert werden: „Ich habe Deinen Namen den Menschen geoffenbart, die Du Mir aus der Welt gegeben hast. Dir gehörten sie an und Mir hast Du sie gegeben, und sie haben Dein Wort bewahrt … Ich in ihnen und Du in Mir, auf dass sie zu vollkommener Einheit gelangen, damit die Welt erkennt, dass Du Mich gesandt und sie geliebt hast, wie Du Mich geliebt hast.“ Trifft das auf die Mitglieder der verschiedenen Kirchen auf Erden zu, die jetzt in den Vereinigungsprozess hineingenommen werden? Kann die Weltkirche oder die Ökumene, der Zusammenschluss von über 2 Milliarden Menschen, die „kleine Herde“ sein, von der Jesus sprach (Luk. 12, 32)? Wer von ihnen hat die Gnade Gottes persönlich erlebt? Wer ist durch die enge Pforte eingegangen? Wer befindet sich wirklich auf dem schmalen Weg, der zum ewigen Leben führt (Matth. 7)?
Wir denken in diesem Zusammenhang auch an den Reformator Martin Luther, der auf dem Reichstag zu Worms 1521 ausrief: „Verflucht sei die Einheit, die auf Kosten der Wahrheit zustande kommt!“ Geht es in diesem Vereinigungsprozess überhaupt um Wahrheit? Oder geht es nur um Kompromisse, um eine politisch-religiöse Einheit in der Vielfalt? Ist es nicht das Geheimnis „Groß-Babylon“, die Mutter mit ihren Töchtern, aus Offbg. 17, 5, der moderne Turmbau zu Babel?
Ehe der weltweite Zusammenschluss vollzogen wird, muss die Herausrufung und Zubereitung der wahren Brautgemeinde geschehen. Dazu gehören alle, die jetzt auf die Stimme des himmlischen Bräutigams hören, ja die hören, was der Geist den Gemeinden sagt, und nicht an der letzten Botschaft vorbeigehen. Wir leben tatsächlich am Ende der Gnadenzeit; die Wiederkunft Jesu Christi, wie sie in Joh. 14 verheißen wurde, rückt immer näher. Obwohl niemand Tag und Stunde weiß, erkennen wir doch den Tag und die Botschaft und ebenso, was unser Herr in Matth. 24, 33, in Mark. 13, 29 und Luk. 21, 31 gesagt hat: „Wenn ihr seht, dass das alles geschieht, so wisst ihr, dass es nahe ist, ja vor der Tür steht.“
Noch einmal sei aus biblischer Sicht betont: Jetzt ist die Zeit der Herausrufung aller Gläubigen aus allen Kirchen und Religionen, aus allen Völkern und Sprachen. Die Zurückführung zum allein biblischen Glauben, zur allein biblischen Lehre, zu dem allein biblischen Muster, zur völligen Übereinstimmung mit der Apostellehre, wie sie uns allein in der Heiligen Schrift bezeugt wird, muss stattfinden. Dies ist die Stunde der Entscheidung, und jeder bestimmt jetzt, wo er die Ewigkeit zubringen wird.
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