Circular Letter
Rundbrief 1980-10
Ewald Frank
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Kapitola 3
Wer ist mit Heiligem Geist erfüllt?
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Manchmal müßte man die Frage stellen, ob es genügt, eine theoretische Formulierung über eine Sache zu geben, oder ob es notwendig ist, im Besitz des Erlebnisses zu sein. Im Urchristentum zieht es sich wie ein roter Faden hindurch, es herrschte Einstimmigkeit sowohl über die biblische Wasser- als auch über die biblische Geistestaufe. Jede Formulierung, die nicht mit dem ursprünglichen Erlebnis und dem Resultat übereinstimmt, muß zurückgewiesen werden. Es gibt viele „Theologen“ der Botschaft, die aus erklärlichen Gründen an der Wahrheit des Wortes Gottes vorbeigehen möchten, nur weil sie dieses biblische Erlebnis nicht gemacht haben. Es gibt Schrift-Theologen, die seit langem schlechthin am Worte Gottes vorbeigehen, wenn es nicht ihrem Konzept entspricht.
Wenn die Frage nach der Geistestaufe oder nach dem Empfang des Heiligen Geistes gestellt wird, dann ist sie biblisch und hat ein Recht auf eine biblische Antwort. Es gibt diejenigen, die sich auf einen Ausspruch Bruder Branhams beziehen, ohne zu merken, daß die eigentliche Frage, um die es geht, dabei weder gestellt noch beantwortet wurde. Sinngemäß lautet sie: „Was ist das Zeichen, daß ein Mensch den Heiligen Geist hat?“ Die Antwort lautet dem Sinn nach so: „Daß er das Wort der Stunde – die Botschaft – glaubt.“
Wenn wir nicht leichtfertig und oberflächlich darüber hinweggehen wollen, sind wir es uns schuldig, auf die Frage näher einzugehen. Das gleiche Erlebnis, das die Gläubigen im Urchristentum machten, muß das gleiche Resultat wie damals zur Folge haben. Seit dem ersten Pfingsttage und weiterhin wird der Empfang des Heiligen Geistes als Erlebnis mit der dazugehörenden Auswirkung beschrieben. Selbstverständlich gibt es viele, die eine Salbung des Heiligen Geistes empfangen haben und die Botschaft nicht glauben; genauso gibt es diejenigen, welche die Botschaft verstandesmäßig glauben, ohne die Geistestaufe empfangen zu haben. Nur wer beides hat, das Wort und den Geist, wird am Tage der Wiederkunft des HERRn bestehen.
Es gibt diejenigen, die das Wort haben und solche, die den Geist haben, wie sie behaupten. Beiden steht die gleiche Enttäuschung bevor. Wir brauchen die Offenbarung des Wortes und die Erfüllung mit dem Geist, der das Wort zu einer lebendigen Realität macht. Eine verstandesmäßige Erkenntnis genügt nicht. Nach Eph. 1:13 findet die Versiegelung mit dem Geist nach Empfapg des Wortes der Wahrheit statt. In 1. Kor. 12:12 – 13 steht deutlich, daß wir als Glieder durch den Heiligen Geist zu einem Leibe getauft werden. Eine andere Möglichkeit, in den Leib Jesu Christi hineingefügt zu werden, gibt es nicht. Die verschiedenen Richtungen dieser Zeit und das religiöse Durcheinander zeigen doch klar, daß die Zusammenfügung zu einem Leibe in einem Geist noch nicht stattgefunden hat. Wir alle müssen uns die Frage stellen, ob wir wirklich eine biblische Bekehrung erlebt haben, zu der die Geistestaufe gehört, oder ob wir nur aus Begeisterung für eine Sache mitgehen. In den Tagen Jesu geschah es, daß zunächst große Volksscharen nachfolgten. Einmal riefen sie: „Hosianna sei dem, der da kommt im Namen des HERRn!“, dann schrien sie aus: „Hinweg mit ihm, kreuzige, kreuzige ihn!“ Den Mitläufern nützte auch keine Begeisterung; von vielen Tausenden blieben 120 übrig, die auf den Söller gingen. Wer das gesteckte Ziel erreichen will, muß vom HERRn selbst in Seine Nachfolge gerufen worden sein. Solche finden sich dann zur einmütigen Anbetung zusammen.
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