Circular Letter

Rundbrief 1980-10

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 9 calendar_month 26. 10. 1980

Navigate

Kapitoly

expand_more

Navigate

Kapitoly

Jump to any chapter without leaving the reader.

Kapitola 7

Sind Predigten gekürzt worden?

7 / 9

Es gehört zu der privaten Flüsterpropaganda, die seit einiger Zeit durch die Lande getragen wird, daß wir die Predigten von Bruder Branham verkürzt herausgegeben haben. Bis heute jedoch hat sich noch kein Bruder, der solches verbreitet, bei uns gemeldet und deswegen nachgefragt. Mit den verkürzten Predigten hat es folgende Bewandtnis: In den ersten Jahren wurden sie in den USA verkürzt herausgegeben. Wir konnten uns natürlich nur an den Text halten, den wir zur Verfügung hatten. Später sind die gleichen Predigten in den USA unverkürzt erschienen. Von da an steht auf der Umschlagseite das Wort „unabridged“ ,das bedeutet „unverkürzt“. Wer die zweiten, unverkürzten englischen Ausgaben mit unseren ersten Jahrgängen vergleicht, bekommt den Eindruck, daß wir willkürlich gehandelt haben. Wir konnten die Broschüren aber nur so übersetzen, wie sie zunächst veröffentlicht wurden. Es muß jedoch betont werden, daß nur die mehr oder weniger langen Einleitungen, die sich auf die lokale Gemeinde Bruder Branhams bezogen, herausgelassen wurden. Die Predigten selbst sind vollständig herausgegeben worden. Jahrelang hatten wir nur die verkürzten Ausgaben als Vorlage für unsere Übersetzung zur Verfügung. Um Klarheit zu schaffen, sollen nur drei Beispiele angeführt werden;

Englische Predigt LEADERSHIP vom 7. Dez. 1965
1. Ausgabe: Vol. 1 No.5 = 35 Seiten
unverkürzte Ausgabe: Vol. 7 No.7 = 50 Seiten

Englische Predigt GOD IS HIS OWN INTERP. vom 5. Feb. 1964
1. Ausgabe: Vol. 1 No.8 = 15 Seiten
unverkürzte Ausgabe: Vol. 8 No.6 = 21 Seiten

Englische Predigt JEZEBEL RELIGION vom 19. März 1961
1. Ausgabe: Vol. 1 No. 12 = 24 Seiten
unverkürzte Ausgabe: Vol. 6 No. 14 = 35 Seiten

Es ist bei allem dringendst erforderlich, sich an Ort und Stelle von einer Sache zu überzeugen, ehe wir sie weitergeben.

Dann gibt es diejenigen, die an den Übersetzungen selbst Kritik üben. Dazu muß ich sagen, daß ich mir vor Gott und den Menschen absolut gewiß bin, den Sinn genauso wiedergegeben zu haben, wie er in den Predigten Bruder Branhams ist. Ich bin bereit, mich jederzeit jedem Kritiker unter Zeugen, die beide Sprachen perfekt beherrschen, zu stellen. Ob die Tadler es besser machen können, bleibt dahingestellt, doch es ist zu bedauern, daß sie mit ihren Bemerkungen anderen gegenüber das Vertrauen zerstören. Selbstverständlich kann die Wortwahl unterschiedlich sein, obwohl der gleiche Sinn zum Ausdruck gebracht wird. Diese Tatsache ist seit langem auch bei den verschiedenen Bibelübersetzungen in den vielen Sprachen deutlich bestätigt worden. Alle haben aus dem gleichen Grundtext übertragen, und dennoch unterscheidet sich jede Übersetzung von der anderen. Die Sache selbst, um die es geht, kommt in jeder Übersetzung klar zum Ausdruck, wenn der Heilige Geist uns den Inhalt offenbart. Es war der Feind, der den Professoren auf den Lehrstühlen der christlichen Seminare den Glauben an die Inspiration der Bibel zerstört hat, indem man sagte: „Wer kann denn überhaupt wissen, welche Übersetzung richtig ist?“, bis sogar der Inhalt angezweifelt wurde. Das gleiche tut der Feind jetzt durch Menschen, die sich auf den Lehrstuhl Branhams setzen, mit der Botschaft. Nichts als Zerstörung bleibt zurück.

Wir brauchen uns nur anzusehen, wie die Gelehrten die unterschiedlichen Berichterstattungen in den vier Evangelien beurteilen und kritisieren! Wir als Gläubige wissen jedoch, daß die Schreiber sich damals nicht verständigt und beraten haben, sondern von Gott inspiriert wurden. Fügen wir alles zusammen, sehen wir vor uns ein abgerundetes Bild in göttlicher Harmonie. Das gleiche kann von den verschiedenen Bibelübersetzungen gesagt werden. Jede trägt dazu bei, die Gesamtübersicht besser zu vermitteln. Es muß doch einmal Schluß sein mit dem Zerstören, die Zeit der Auferbauung ist da! Der HERR baut Seine Gemeinde, nur der Feind zerstört. Prüfen wir uns, womit wir beschäftigt sind, in wessen Dienst wir stehen.

Im Reiche Gottes vergibt der HERR die Aufträge wie Er will. Ich kann nichts dafür, daß Er mich dazu bestimmt hat, die Predigten Bruder Branhams herauszugeben und die Botschaft in alle Welt zu tragen. Die Brüder Woods und Sothman saßen am 3. Dezember 1962 mit am gleichen Tisch, als Bruder Branham mir durch göttliche Offenbarung die genaue Anweisung gab.

Es gibt keinen Fall in der Bibel, daß der HERR mehrere mit dem gleichen besonderen Auftrag betraut hätte. Wie oft haben wir es von Bruder Branham gehört, daß jeder Seiner Knechte für eine bestimmte Aufgabe zu der bestimmten Zeit berufen wurde. Nie taten zwei die gleiche Sache. Hier liegt die Not. Nur Nachahmer bemühen sich, den Original-Auftrag eines anderen zu übernehmen. In ihren Schuhen wollte ich nicht stehen. Wenn jemand meint, er habe die Fähigkeit oder das Geld, eine Sache zu finanzieren, dann muß doch gesagt werden, daß sein Geld dem HERRn gehört und nicht ihm selbst. Sonst könnte es passieren, daß er mit seinem Geld und der Sache ins Verderben gerät und andere mitreißt. Wollen wir doch mit allen eigenen Unternehmungen aufhören und Gott darum bitten, uns den rechten Platz anzuweisen. Wenn die Sprachverwirrung noch so groß ist, daß einer den anderen nicht versteht, wollen wir auf den Söller gehen und Pfingsten erleben. Die klare Sprache des Geistes werden dann sogar die Ungläubigen verstehen, die zur Seligkeit bestimmt sind.