Circular Letter

Rundbrief 1980-10

Ewald Frank

library_books Chapters: 9 calendar_month 26. 10. 1980

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Chapter 9

Geistliche Erholung

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Viele sind von dem Sturm mitgerissen worden, der über uns und das Volk Gottes hereingebrochen ist. Gott war nicht in dem Sturm, weil er Verheerung und großen Schaden angerichtet hat. Häuser stürzten ein, einzelne und Familien wurden unter den Trümmern verschüttet. Starke Bäume fielen um. Doch nun ist festzustellen, daß immer mehr über die Segnungen und das Wirken des Geistes in den vergangenen Jahren nachdenken. Der gewaltige Sturm vermochte das Glaubensboot nicht umzuwerfen, weil Jesus dem Sturm geboten hat. Vielen ist von dem schweren Seegang übel geworden, manche erbrachen die vorher im Glauben genossene wohltuende und stärkende geistliche Speise. Nun, das ist alles gewesen, es liegt hinter uns. Die meisten befinden sich auf dem Wege der Besserung und manche sind schon genesen. Das konnten wir voll Dankbarkeit an der großen Teilnehmerzahl in den Versammlungen am ersten Wochenende im Oktober feststellen. Wer vorwärtsgehen will, darf nicht zurückschauen. Gott wird doch nicht ewig hadern, noch immerfort zürnen, sonst müßte ja jeder Mensch vor Ihm vergehen.

Genau von Mai 1976 bis Mai 1979 haben wir eine schwere Prüfungszeit durchzumachen gehabt. Leider haben ich und andere die Prüfung nicht gut bestanden. Danach ist eine Verwirrung entstanden, die nicht vom Geist Gottes, sondern von anderen Geistern ausgelöst wurde. Eine Anzahl Dinge, die angekündigt wurden, sind nicht eingetroffen. Dazu sagte Bruder Branham wörtlich: „Wenn jemand etwas ankündigt und es geschieht nicht, dann ist das ein verführerischer Geist. Betet, bis ihr davon befreit werdet.“ Wir, besonders ich, haben die größte Lektion, die Menschen erteilt bekommen können, hinnehmen müssen. Gott weiß, warum. ER hat nur Wege der Liebe und des Friedens, auch im tiefsten Leid.

Inzwischen haben die meisten eingesehen, daß es keinem gelingen wird, im Alleingang oder durch Gruppenbildung das Ziel zu erreichen. Es muß ein großer Versöhnungstag ohne Vorbedingungen und Forderungen stattfinden, denn es gibt keinen, der im Recht und keinen, der im Unrecht ist. Es gibt keinen, der Sieger und keinen, der Verlierer ist. Es gibt nur Begnadigte, denen Vergebung zuteil wurde. Jesus Christus, der Sieger von Golgatha, wird das Recht und die Gerechtigkeit auf Seine Art kundtun. Wem es noch um sein Recht geht, der denkt an sich, nicht an die Sache Gottes. Es ist wirklich notwendig, daß wir einen jeden Gott überlassen und uns in Demut und Liebe im HERRn finden.

Unsere Herzen und Tore sind für alle offen, die den Frieden suchen und die Gemeinschaft des Geistes wünschen. Möge Christus, der erhöhte und verherrlichte HERR, alle zerstreuten Gotteskinder zu Sich ziehen und uns in Ihm vereinigen. Wer aus Gott geboren ist, wird die Gnade haben, sich ziehen zu lassen und keinen Widerstand leisten. Niemand soll zuschanden werden, keiner wird von keinem gedemütigt oder beschuldigt, jeder stellt sich dem HERRn. Für uns alle gibt es nur den einen Weg zum Kreuz und damit zum Sieg des Kreuzes. Anschließend werden wir gemeinsam Gott danken und Seinen Namen preisen. Ich bitte alle, mir zu vergeben und versichere allen, keinem etwas nachzutragen. Wollen wir uns doch alle zurechtbringen lassen und wieder mit Freuden zum Hause des HERRn kommen, das Er uns gemeinsam geschenkt hat. ER wird es wieder zu einem Bethaus, zu einer Segensstätte für viele machen.

Im Auftrage Gottes wirkend

Br. Frank