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Rundbrief 1980-10

Ewald Frank

library_books Chapters: 9 calendar_month 26. 10. 1980

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Chapter 5

Der fleischlich Gezeugte kam zuerst

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Obwohl Abraham ganz eindeutig die Verheißung für Isaak empfangen hatte, ließ er sich von Sara beeinflussen und zeugte Ismael nach menschlichem Willen und im guten Glauben. Nicht Gott, sondern die Frau hatte die Geduld verloren. Der HERR ließ es zu, weil darin eine heilsgeschichtliche Bedeutung für die neutestamentliche Gemeinde liegt. Der fleischlich gezeugte Sohn stellt den alten Menschen dar, der unter der Knechtschaft der Sünde und des Gesetzes steht. Doch Isaak stellt den neuen Menschen dar, der gemäß der Verheißung zu der von Gott bestimmten Zeit geboren wird. So war es damals, so wird es auch jetzt mit dem Samen Abrahams sein. Die nach menschlichem Willen gezeugten Kinder sind mit allen Eigenschaften Ismaels jetzt hervorgekommen. Es gibt nur Heilsgeschichte, keinen Zufall, im Reiche Gottes. Das alte menschliche Wesen ist offenbar geworden wie nie zuvor. Aber auch das ist Gnade. Trotzdem bleibt die Verheißung für die Herausgeburt des männlichen Sohnes bestehen. Die gesamte Schöpfung sehnt sich nach dem Offenbarwerden der Kinder Gottes.

Der nach dem Willen der Menschen gezeugte Sohn kommt als erstes hervor und wird fälschlich erweise von denen, die Gott nachhelfen möchten, als der verheißene angesehen, doch Gott ändert Seinen Plan nicht. ER steht zu Seiner Verheißung und wird sie ohne Verspätung und menschliche Zeitsetzung erfüllen. Der göttliche Same des geoffenbarten Wortes, der in die Seele gepflanzt wurde, wird zu neuem Leben hervorkommen. Die überwinderschar wird aus der Gemeinde herausgeboren. Sie hört, was der Geist sagt, nicht was Menschen reden.