Circular Letter

Rundbrief 1980-10

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 9 calendar_month 26. 10. 1980

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Vieles, was menschlich ist, wird als geistlich dargestellt. Doch die Auserwählten merken es, wenn zum Beispiel eine Art charismatische Atmosphäre geschaffen wird, daß Menschen ihre Hand dabei im Spiel haben. Wenn wir hier in dieser kurzen Abhandlung über das Wirken des Geistes sprechen, dann doch in keinem Fall über die menschlichen Nachahmungen. Wir stellen uns die echten, von Gott gegebenen biblischen Verheißungen und Erlebnisse vor Augen. Es gehört einfach zur Wiedererstattung, daß alles, was am Anfang in der Gemeinde war, in sie zurückgebracht wird. Das darf nicht nur in wohlklingende:n Vorträgen gesagt, sondern muß in Realität offenbar werden. Die wahren Gläubigen werden als Same Abrahams, des Freundes Gottes, bezeichnet. Sie sind Träger des göttlichen Verheißungswortes und werden nach Isaaks Art als Erben hervorgehen und in den gesamten göttlichen Besitz gelangen.

Bruder Branham wurde gesagt, daß nur vollkommene Liebe zur Herrlichkeit eingehen wird. Die Vollendung der gesamten Gemeinde der Erstgeborenen kann erst geschehen, nachdem sie zur ersten Liebe zurückgekehrt ist. Wie ich oft gesagt habe, warten wir auf die Verwandlung unseres Leibes, doch wenn unsere Seele nicht verwandelt, unser Wesen nicht erneuert und unser Leib nicht zu einem Tempel des Heiligen Geistes wird, warten wir vergeblich auf die Verwandlung und Entrückung. Es geht nicht darum, daß etwas Seelisches im geistlichen Bereich stattfindet, sondern darum, daß etwas Geistgewirktes in unserer Seele geschieht.

Wir begreifen, warum Paulus in 1. Kor. 13 und manchen anderen Stellen, und auch Johannes die Liebe in besonderer Weise hervorgehoben haben. Die göttliche Liebe hört nimmer auf. Irdische Liebe ist von Umständen abhängig, ist vorübergehend. Die Liebe Gottes jedoch ist ewig und wird gemäß Römer 5: 5 durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossen. Sie erträgt und erduldet alles. Sie hört nicht auf zu existieren, wenn jemand eine andere Erkenntnis hat oder gewisse Dinge nicht so sieht, wie wir sie sehen. Die Liebe Gottes offenbart das Wesen Jesu im Leben der Gläubiggewordenen. Die Liebe ist frei von Eifersucht. Das kann von der irdischen Liebe nicht gesagt werden, und wir werden ja davor gewarnt, in der Weise Kains zu lieben, der, von Eifersucht motiviert, zum ersten Mörder wurde. 1. Joh. 3:11-12. Ein treffliches Zitat Bruder Branhams lautet: „Ihr braucht kein Messer in den Rücken eines Menschen zu stoßen, um ihn zu töten, ihr könnt seinen Ruf zerstören und seinen Einfluß töten. Sprecht gegen euren Pastor, sagt etwas Schlechtes über ihn – es wäre besser gewesen, ihr hättet ihn gleich erschossen.“

Wir alle können eine Selbstprüfung vornehmen, um festzustellen, unter welchem Einfluß wir stehen. Handeln wir tatsächlich, gemäß dem obersten Gebot, in der Liebe Gottes? Folgendes Zitat von Bruder Branham soll uns bei der Prüfung behilflich sein: „Wenn ihr mit einem Menschen in Dingen nicht übereinstimmt und ihm nicht trotzdem die Hand reichen und für ihn immer noch genauso empfinden könnt, dann ist etwas verkehrt mit euch. Wenn ich mit einem Menschen nicht übereinstimme und in einem ganz krassen Gegensatz bin, und dennoch nicht soviel wie Christus von ihm halten kann, dann ist mit meinem Geist etwas verkehrt, dann habe ich nicht den Geist Christi.“ Der HERR wird uns allen Gnade schenken, denn Er, unser Erlöser, der die Verheißungen in Seinem Wort gegeben hat, ist der starke Gott Jakobs, Er wird sie auch erfüllen und allen das geben, was wir benötigen.