Circular Letter
Rundbrief August 2016
Ewald Frank
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Kapitola 2
Geistliche Orientierung gemäß dem Erlösungsplan Gottes
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Im letzten Propheten des Alten Testaments hat Gott die Verheißung gegeben, was am Anfang des Neuen Testaments geschehen würde (Mal 3:1). Es war die erste Verheißung des Alten Testaments, die ihre Erfüllung bei den Erben des Neuen Testaments fand. Sie erfüllte sich, indem der Herr Seinen Boten vor sich her sandte, um Ihm den Weg zu bereiten. Mit Bezug auf Johannes den Täufer hat unser Herr selbst gesagt: „Denn dieser ist es, auf den sich das Schriftwort bezieht: »Siehe, Ich sende Meinen Boten vor Dir her, der Dir den Weg vor Dir her bereiten soll«“ (Mt 11:10).
Lukas hat zusammengefasst, worum es im Dienst Johannes des Täufers ging: „Viele von den Söhnen Israels wird er zum Herrn, ihrem Gott, zurückführen … und die Ungehorsamen zur Gesinnung der Gerechten zu führen, um dem Herrn ein wohlbereitetes Volk zu schaffen«“ (Lk 1:16-17; Mt 17:12-13).
Alle, die beim ersten Kommen Christi Gnade bei Gott gefunden haben, begaben sich an den Jordan, glaubten die göttliche Botschaft und ließen sich taufen. Alle, die glaubten, was Johannes der Täufer sagte: „Ich taufe euch nur mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht gut genug, Ihm Seine Schuhe abzunehmen: der wird euch mit heiligem Geist und mit Feuer taufen“ (Mt 3:11), versammelten sich sicher in Jerusalem, weil sich dort die Verheißung, mit Heiligem Geist getauft zu werden, erfüllte.
Zuerst erlebten die 120 auf dem Söller die Erfüllung, wie es der auferstandene Herr in Apg 1:4-5 vor Seiner Himmelfahrt noch einmal angekündigt hatte: „Als Er so mit ihnen zusammen war, gebot Er ihnen, sich von Jerusalem nicht zu entfernen, sondern die Erfüllung der Verheißung des Vaters abzuwarten, »die ihr« – so lauteten Seine Worte – »von Mir vernommen habt; denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit heiligem Geist getauft werden, und zwar nicht lange nach diesen Tagen.“ Petrus legte dem zusammengeeilten Volk dar, was geschehen war, und erklärte mit Blick auf den Erlöser: „Nachdem Er nun durch die Rechte Gottes erhöht worden ist und den verheißenen heiligen Geist empfangen hat vom Vater, hat Er jetzt diesen, wie ihr selbst seht und hört, hier ausgegossen“ (Apg 2:33). Am selben Tag kamen noch Dreitausend zur Urgemeinde hinzu (Apg 2:37-41).
Petrus wies am Gründungstag der neutestamentlichen Gemeinde auch auf diese Verheißung des Alten Testaments in Joel 3 hin: „… hier erfüllt sich die Verheißung des Propheten Joel: »In den letzten Tagen wird es geschehen, spricht Gott, da werde Ich von Meinem Geist auf alles Fleisch ausgießen …«“ (Apg 2:16-17a). Wir leben immer noch in den „letzten Tagen“ und dürfen deshalb auf dieselbe Verheißung der Geistestaufe hinweisen. Allen, die jetzt die Botschaft des vollen Evangeliums glauben, Buße tun und sich auf den Namen des Herrn Jesus Christus taufen lassen, gilt immer noch: „… so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen“ (Apg 2:38).
Wie am Anfang erleben die wahrhaft Gläubigen noch heute, was Gott zugesagt hat: die Bekehrung zu Christus, die Vergebung ihrer Sünden, die Erneuerung, die Wiedergeburt, die Geistestaufe, bis hin zur Versiegelung mit dem Heiligen Geist. Unsere Brüder und Schwestern im Urchristentum erlebten aus Gnaden das volle Heil. Der Apostel schreibt, was denjenigen zuteil wurde, die damals das Wort angenommen haben: „In Ihm seid auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, die Heilsbotschaft von eurer Rettung, vernommen habt und zum Glauben gekommen seid, mit dem verheißenen heiligen Geist versiegelt worden, der das Angeld für unser Erbe ist, für die Erlösung Seiner Eigentumsgemeinde, zum Lobpreis Seiner Herrlichkeit“ (Eph 1:13-14). Darauf folgt die Mahnung: „Und betrübt nicht den heiligen Geist Gottes, mit dem ihr auf den Tag der Erlösung versiegelt seid“ (Eph 4:30).
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