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Rundbrief August 2016

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 9 calendar_month 18. 8. 2016

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Kapitola 3

„Wer an Mich glaubt, wie die Schrift sagt …“ (Joh 7:38)

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Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass jedes Mal, wenn wir im Neuen Testament mehr als 150-mal die Worte lesen „… wie geschrieben steht …“, „… wie die Schrift sagt …“, „… auf dass die Schrift erfüllt werde …“, das Alte Testament gemeint ist. Wir haben im Neuen Testament 845 Zitate aus dem Alten, davon 185 aus den Psalmen. Daraus erkennen wir, wie wichtig die völlige Übereinstimmung von Altem und Neuem Testament ist. Bruder Branham sagte am 22. August 1965: „Altes und Neues Testament sind zwei Hälften.“

Nach Seiner Auferstehung erschien der Herr den beiden Jüngern auf dem Weg nach Emmaus und erklärte ihnen alle Schriftstellen, die sich im Alten Testament auf Ihn bezogen. „Da sagten sie zueinander: »Brannte nicht unser Herz in uns, als Er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriftstellen erschloss?«“ (Lk 24:32).

Auch die anderen Jünger erinnerte Er an das, was Er ihnen vor Seinem Leiden und Sterben gesagt hatte: „»… es müsse alles in Erfüllung gehen, was im mosaischen Gesetz, bei den Propheten und in den Psalmen über Mich geschrieben steht.« Hierauf erschloss Er ihnen den Sinn für das Verständnis der Schriften“ (Lk 24:44b-45).

Der Apostel Paulus hat seinen ersten Brief an die Gemeinde in Rom folgendermaßen begonnen: „Ich, Paulus, ein Knecht Christi Jesu, bin durch Berufung zum Apostel ausgesondert, die Heilsbotschaft Gottes zu verkündigen, die Er durch Seine Propheten in den heiligen Schriften voraus verheißen hat“ (Röm 1:1-2). Wie Paulus es in seinem ersten Brief bezeugte, so darf auch ich es durch Gottes Gnade bis zu meinem letzten Brief bezeugen.

Das Evangelium Gottes muss genau so weitergegeben werden, wie es durch Seine heiligen Propheten in den heiligen Schriften vorausgesagt und verheißen und wie es der Gemeinde im Neuen Testament von den Aposteln übergeben worden ist. Es bleibt bei dem, was Petrus geschrieben hat: Dabei müsst ihr es ist ein göttliches Muss – euch vor allem darüber klar sein, dass keine Weissagung der Schrift eine eigenmächtige Deutung zulässt“ (2Pt 1:20).

Wie ein Testament den letzten Willen dessen offenbart, der es hinterlässt, so zeigt das Alte und das Neue Testament den Erben, was sie besitzen. Weil Gott unsere Namen in Sein Testament geschrieben und uns als Erben eingesetzt hat, dürfen wir an dem, was gegenwärtig im Reiche Gottes geschieht, Anteil haben. So gewiss Gott das, was Er im Alten Testament verheißen hat, im Laufe des Neuen Testaments erfüllt, so gewiss erleben alle Söhne und Töchter Gottes als rechtmäßige Erben die Erfüllung der für sie bestimmten Verheißungen. Alle anderen gehen daran vorbei, auch wenn sie aufrichtig bekennen, gläubig zu sein.

Paulus zieht den Vergleich zwischen einem irdischen Testament und dem Testament, das Gott uns hinterlassen hat: „Liebe Brüder, ich will an menschliche Verhältnisse erinnern: Auch die letztwillige Verfügung eines Menschen, die rechtskräftig geworden ist, kann doch niemand umstoßen oder nachträglich mit Zusätzen versehen“ (Gal 3:15). Der Hauptgedanke bei diesem wichtigen Thema ist, dass dem Testament, das Gott gemacht hat, absolut nichts hinzugefügt und nichts davon weggenommen werden darf.

Vor einem irdischen Testament haben alle Respekt, auch die Richter. Die Namen der Erben sind eingetragen, nichts darf geändert werden. Warum wird der gleiche Respekt nicht auch Gott und Seinem Testament entgegengebracht? Warum werden dem Original so viele Deutungen und so viele falsche Lehren hinzugefügt? (Gal 1:6-8).

Der Apostel Johannes, der um des Wortes Gottes und um des Zeugnisses Jesu willen auf die Insel Patmos verbannt war, schreibt direkt in Offb 1: „Selig ist, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und die das bewahren, was in ihr geschrieben steht; denn die Zeit ist nahe.“ Die wahren Erben Gottes und Miterben Jesu Christi können nur annehmen, was in dem göttlichen Testament tatsächlich schwarz auf weiß geschrieben steht und uns hinterlassen worden ist. Sie werden selig gepriesen, denn sie glauben jedes Wort und bewahren in ihrem Herzen, was darin geschrieben steht.

Am Ende der Offenbarung wird folgende ernste Warnung ausgesprochen: „Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand zu ihnen etwas hinzufügt, so wird Gott auf ihn die Plagen legen, von denen in diesem Buche geschrieben steht; und wenn jemand von den Worten dieses Buches der Weissagung etwas wegnimmt, so wird Gott ihm seinen Anteil am Baume des Lebens und an der heiligen Stadt wegnehmen, von denen in diesem Buche geschrieben steht“ (Offb 22:18-19). Keine andere Bibelstelle hat Bruder Branham wohl so oft wiederholt und betont wie diese. Das von Gott ergangene Urteil ist endgültig und wird bei allen, die schuldig geworden sind, so vollstreckt werden.

Gleich darauf wird uns vor Augen geführt, dass dies nicht ein Prophet und auch nicht der Apostel Johannes gesagt hat, sondern der Herr selbst: „Es spricht der, welcher dies bezeugt: »Ja, Ich komme bald!«

Die Braut Christi bezeugt nur, was der Geist im Wort gesagt hat, und ruft aus: »Amen, komm, Herr Jesus!«“ (Vers 20).

Und der Geist und die Braut sagen: »Komm!«, und wer es hört, der sage: »Komm!«, und wen da dürstet, der komme! Wer Verlangen trägt, der empfange Wasser des Lebens umsonst!“ (V17).