Circular Letter
Rundbrief August 2016
Ewald Frank
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Kapitola 6
Eine übersichtliche Darlegung
6 / 9
Allen, die mit dem Dienst Bruder Branhams vertraut sind, ist bekannt, was Gott in unserer Zeit getan hat – auch, was am 28. Februar 1963 geschah. Da erfüllte sich die Vision, die Bruder Branham oft berichtet und mir im Dezember 1962 persönlich anvertraut hatte: Der Herr erschien ihm auf dem Sunset-Berg nahe Tucson, Arizona, in der übernatürlichen Wolke, umgeben von sieben Engeln. Dabei erschütterten sieben gewaltige Donnerschläge die ganze Gegend. Es wurde ihm gesagt: „Kehre nach Jeffersonville zurück, denn die sieben Siegel sollen geöffnet werden.“ Der Bericht über die geheimnisvolle Wolke von Dr. James McDonald und das Bild wurden in den bekannten Zeitschriften „Science Magazin“ vom 19. April 1963 und „Life Magazin“ vom 17. Mai 1963 veröffentlicht.
Vom 17. bis 24. März 1963 predigte Bruder Branham dann in Jeffersonville über die sieben Siegel. Es ging um die Offenbarung dessen, was noch im Worte Gottes verborgen war (Offb 5).
Er legte dar, dass die neutestamentliche Gemeinde mit dem Laodizäa-Zeitalter (Offb 3), das bis zur Wiederkunft Christi andauert, endet und die Braut erst wieder in Offb 19 beim Hochzeitsmahl gezeigt wird. Ihm wurde auch geoffenbart, dass die ersten vier Siegel (Kap 6:1-8) den Antichristen, auf den vier Rossen reitend, in seinen vier Entwicklungsstufen zeigen.
Im fünften Siegel (Kap 6:9-11) wurden ihm die Seelen der Ermordeten als die jüdischen Märtyrer geoffenbart, die am Zeugnis des Wortes (der Thora: den fünf Büchern Moses) festhielten, bis hin zu den sechs Millionen ermordeten Juden während des Holocausts im Dritten Reich. Sie bitten Gott den Herrn um Rache – während gläubige Christen um Vergebung für ihre Feinde beten.
Das sechste Siegel bezieht sich, wie Bruder Branham es am 23. März 1963 mehrere Male wiederholt hat, auf die Zeit nach der Entrückung, die Trübsalszeit. Am 10. November 1963 nahm er darauf Bezug und sagte: „Unter dem sechsten Siegel, wenn die Posaunen erschallen, hat Er den Gnadenstuhl verlassen, denn Sein Erlösungswerk war vollendet.“
Im März 1963 hat das Lamm den Gnadenthron nicht verlassen – wie es viele missverstehen. Wir leben immer noch in der Gnadenzeit: das Blut des Bundes ist immer noch auf dem Gnadenstuhl (Heb 4:16) – der Bundeslade (3Mo 16:11-14; Heb 9:15-22) und wird dort bleiben, bis auch die unzählbare Schar aus Offb 7 während der großen Trübsal ihre Kleider im Blut des Lammes gewaschen haben wird.
Im März 1963 war auch keine halbe Stunde Stille im Himmel. Im März 1963 ist der Engel des Bundes (Offb 10) nicht auf die Erde herabgekommen, hat Seine Füße nicht auf Land und Meer gesetzt. Im März 1963 haben die 7 Donner aus Offb 10 ihre Stimmen nicht erschallen lassen.
Im März 1963 hat Bruder Branham genau das geoffenbart bekommen, was Johannes auf der Insel Patmos gezeigt wurde, als das Lamm das geheimnisvolle Buch nahm (Offb 5). Gott sei Dank ist uns alles hell erleuchtet worden, so dass wir die Erfüllung dessen, was geoffenbart wurde, richtig in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft einordnen können. Die Siegel werden doch nicht erst nach Entrückung der Braut geoffenbart, wie manche lehren. Sie sind durch Gottes Gnade der Braut schon hier geoffenbart worden. Dem Propheten Daniel wurde gesagt: „Du aber, Daniel, halte das Gesagte unter Verschluss und versiegle das Buch bis zur Endzeit; viele werden es dann durchforschen, und so wird die Erkenntnis zunehmen“ (Dan 12:4). Wir leben in der Endzeit, dürfen das Buch durchforschen und sind dankbar für die Offenbarung, die Gott in unserer Zeit geschenkt hat. Amen.
Bruder Branham hat jeweils den entsprechenden Bibeltext der ersten sechs Siegel gelesen. Was während des 6. Siegels (Offb
6:12-17) geschieht, zeigt uns deutlich, dass es nach der Entrückung ist: „Weiter sah ich: als das Lamm das sechste Siegel öffnete, da entstand ein gewaltiges Erdbeben; und die Sonne wurde schwarz wie ein härenes Sackkleid, und der Mond wurde wie Blut …“ (V12). Das 6. Siegel endet mit der Aussage: „Denn gekommen ist der große Tag ihres Zorngerichts: wer vermag da zu bestehen?!“ (V17).
In Offb 7:1-8 ergeht an die vier Gerichtsengel die Weisung: „Richtet kein Unheil auf der Erde und auf dem Meere und an den Bäumen an, bis wir die Knechte unseres Gottes mit einem Siegel auf ihrer Stirn bezeichnet haben!“ (V 3). Das bezieht sich auf die Versiegelung der 144.000 aus den 12 Stämmen Israels durch den 3 ½ Jahre dauernden Dienst der beiden Zeugen (Offb 11). Erst danach können die Posaunengerichte über die Erde kommen.
In den Versen 9 bis 17 wird die treue, unzählbare Schar gezeigt, die durch die große Trübsal gehen muss und ihre Kleider im Blut des Lammes gewaschen hat.
Den Text des siebenten Siegels hat Bruder Branham in seiner Predigt nicht gelesen, nur den ersten Vers in Offb 8 über die Stille im Himmel. Der erste Vers lautet folgendermaßen: „Als das Lamm dann das siebte Siegel öffnete, trat eine Stille im Himmel ein, wohl eine halbe Stunde lang.“
Von Vers 2 an wird uns deutlich gesagt, was dann geschieht: „Und ich sah die sieben Engel, die vor Gott stehen; denen wurden sieben Posaunen gegeben.“
Im ersten Posaunen-Gericht verbrennt der dritte Teil der Erde und Bäume (V7);
im zweiten Posaunen-Gericht wird der dritte Teil des Meeres zu Blut (Vv 8-9);
im dritten Posaunen-Gericht (Verse 10 und 11) geht es um den dritten Teil der Flüsse;
im vierten Posaunen-Gericht (Vers 12) ist der dritte Teil der Sonne, des Mondes und der Sterne betroffen.
Dann folgt das dreifache „Wehe“ über alle Bewohner der Erde und die Warnung vor den letzten Strafgerichten der übrigen drei Posaunenengel (Vers 13).
Wenn der fünfte Engel in die Posaune stößt (Kap 9:1-12) erfolgt das fünfte Posaunen-Gericht: Alle Menschen werden 5 Monate gequält, außer den dann bereits versiegelten 144.000 (Offb 7:3-4), die bewahrt bleiben.
Während des sechsten Posaunengerichts (Verse 13 bis 21) töten die vier Gerichtsengel, die auf Stunde, Tag, Monat und Jahr am Euphrat gebunden sind, den dritten Teil der Menschheit (V15).
Erst nachdem die sechs Posaunen-Engel und die vier besonderen Gerichtsengel ihren Auftrag ausgeführt haben, ergeht in Offb 10:7 die Ankündigung: „»… in den Tagen, in denen die Stimme des siebten Engels erschallt, wenn er in die Posaune stoßen wird, ist dann das Geheimnis Gottes zum Abschluss gekommen, wie Er es Seinen Knechten, den Propheten, als Freudenbotschaft zuverlässig mitgeteilt hat!«“
Im Namen Jesu Christi bitte ich alle, Offb 10 von Anfang an mit größtem Respekt zu lesen. Dann kommt der Herr selbst als Engel des Bundes, in eine Wolke gehüllt, vom Regenbogen umgeben, herab, hat das geöffnete Buch in der Hand, setzt als der, durch den alles geschaffen wurde, einen Fuß auf das Land, den anderen auf das Meer, und „rief mit lauter Stimme, wie ein Löwe brüllt. Als Er so gerufen hatte, ließen die sieben Donner ihre Stimmen erschallen“ (V3).
Am 17. März 1963 las Bruder Branham den Text aus Offb 10 vor und sagte: „Wenn ihr es bemerkt habt, es ist Christus. Im Alten Testament wird Er ,der Engel des Bundes‘ genannt. Er kommt nun direkt zu den Juden, denn die Gemeinde ist vollendet.“ Durch den siebenten Gemeinde-Botschafter sind uns, wie Bruder Branham gut 50-mal gesagt hat, die vielen Geheimnisse geoffenbart worden. Hier jedoch geht es um Israel, um den siebenten Posaunenengel und um „das Geheimnis Gottes“ (Kol 2:2-3) – und das ist Jesus Christus, unser Herr (1Tim 3:16). Damals haben die Juden Ihn nicht erkannt, dann werden sie auf Ihn blicken, den sie durchbohrt haben (Sach 12:10; Joh 19:37; Offb 1:7).
Und wieder gehen wir zum Alten Testament und sehen, dass sich dann der zweite Teil von Mal 3:1 erfüllt und der Engel des Bundes zu Seinem Tempel kommt. Dass es in dem Abschnitt um Israel, um Jerusalem und den Berg Zion, auf dem die 144.000 versammelt sein werden (Offb 14), geht, ist so spricht der Herr in Seinem Wort:
„… der Herr brüllt vom Zion her und lässt Seine Stimme aus Jerusalem erschallen, so dass Himmel und Erde erbeben; aber für Sein Volk ist der Herr eine Zuflucht und eine feste Burg für die Kinder Israel“ (Joel 4:16).
Erst wenn der Herr als der Löwe aus dem Stamme Juda brüllt (Jer 25:30; Hos 11:10; Joel 4:16; Offb 10:3), lassen die 7 Donner ihre Stimmen erschallen. Doch die Stimme aus dem Himmel gebot: „Versiegle, was die sieben Donner geredet haben, und schreibe es nicht auf“ (V 4). Amen. Das respektieren alle, deren Namen im Lebensbuch des geschlachteten Lammes stehen. Die wahren Gotteskinder glauben nur, was im Alten und Neuen Testament geschrieben steht, nicht aber Deutungen und falsche Lehren. Sie unterscheiden zwischen den sieben Donnern, die in Offenbarung 10 ihre Stimmen erschallen lassen, und den gewaltigen Donnern am 28. Februar 1963, von denen Bruder Branham oft, besonders am 24. März 1963 gesprochen hat. Diese waren ganz natürlich und wurden von einem Erdbeben begleitet, das die ganze Gegend am Sunset-Berg in Arizona erschütterte, so dass Felsbrocken den Berg herunterrollten und Baumspitzen umknickten. Ich habe das Gestein und die Bäume im Dezember 1968 mit eigenen Augen bei einer Besichtigungstour gesehen, zu der Bruder Pearry Green aus Tucson mehrere Prediger eingeladen hatte. Wenn Bruder Branham von den sieben Donnern sprach, gingen seine Gedanken sicher zu dem außergewöhnlichen Erlebnis zurück.
Wieder gehen wir zum Alten Testament, um genau zu erfahren, wie viel Zeit noch übrig bleibt, wenn der Engel des Bundes schwören wird: „Da hörte ich den in Linnen gekleideten Mann, der über den Fluten des Stromes stand; er erhob seine rechte und seine linke Hand zum Himmel und schwur bei dem ewig Lebenden: »Noch eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit – also 3 ½ Jahre –; und sobald die Macht des Zerstörers des heiligen Volkes ihr Ende erreicht hat, dann wird dies alles sich erfüllen!«“ (Dan 12:7). Amen. Dank sei Gott für die Genauigkeit des Alten und des Neuen Testaments! Im Alten Testament ist festgelegt worden, was geschehen würde. Im Neuen Testament sehen wir, wo, wie und wann es sich erfüllt.
In Offb 11:1-14 wird der Tempel ausgemessen und der Dienst der beiden Zeugen, die in Jerusalem auftreten, genau beschrieben: Er wird zwölfhundertundsechzig Tage, also genau 3 ½ Jahre dauern. Nach dem Dienst der beiden Propheten, wenn der Tempel schon steht (Offb 11:1; Offb 16:1), werden sie getötet und in den Himmel hinaufgenommen. Dann werden die sieben Zornschalen ausgegossen: „Weiter sah ich ein anderes großes und wunderbares Zeichen im Himmel: sieben Engel, welche sieben Plagen herbeizuführen hatten, die letzten; denn durch diese kam der Zorn Gottes zum Abschluss …“ (Offb 15 und 16). Am Ende der Drangsalszeit, nach den letzten 3 ½ Jahren = 42 Monaten (Offb 11:2), wird dann die Königsherrschaft ausgerufen: „Die Königsherrschaft über die Welt ist an unseren Herrn und Seinen Gesalbten gekommen, und Er wird als König in alle Ewigkeiten herrschen!“ (Offb 11:15+17; Luk 1:33; Jes 9:6). Kann es noch deutlicher und übersichtlicher geschrieben werden, als es uns in der Bibel hinterlassen worden ist?
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