Circular Letter
Rundbrief August 2016
Ewald Frank
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Kapitola 7
„Warum nahm Gott Seinen Knecht so früh heim?“, wird oft gefragt.
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Bruder Branham war ein gesegneter Gottesmann und Prophet. Ihm wurde schon mit sieben Jahren aus einem Wirbelsturm, der die Blätter in einer Baumkrone heftig durcheinanderwirbelte, zugerufen: „Rauche nicht, trinke nicht und beflecke deinen Leib in keiner Weise, denn wenn du älter sein wirst, ist ein Werk für dich zu tun.“ Am 7. Mai 1946 besuchte ihn ein Engel, der im übernatürlichen Licht seinen Raum betrat, und sagte zu ihm: „Fürchte dich nicht, ich bin aus der Gegenwart Gottes zu dir gesandt worden … Wie Mose zwei Zeichen gegeben wurden, so werden auch dir in Verbindung mit der Heilungsgabe zwei Zeichen gegeben werden …“ In dem einmaligen Dienst Bruder Branhams wiederholte sich auch, was zur Zeit unseres Herrn durch die prophetische Gabe der Offenbarung geschah. Dabei hat Bruder Branham sich besonders auf die Beispiele mit Simon Petrus und Nathanael in Joh
1:40-51 sowie auf die Begebenheit mit der Frau am Jakobsbrunnen in Kap 4 berufen. Oft hat er beim Gebet für die Kranken auch auf Joh 5:19 Bezug genommen: „Der Sohn vermag von sich selber aus nichts zu tun, als was Er den Vater tun sieht.“ Er hat in Visionen Dinge über Personen gesehen, die zum Gebet gekommen waren. In seinen Versammlungen in Deutschland und in den USA wurde ich Augen- und Ohrenzeuge dieses einmaligen Dienstes. Dreimal, nämlich 1955 in Karlsruhe, 1958 in Dallas und 1962 in Jeffersonville, hat er mir persönlich Dinge gesagt, die ihm geoffenbart wurden.
Er, der während 33 Jahren in Gesichten sah, was mit der Person ist, die in der Gebetsreihe vor ihm stand; er, der in vielen Versammlungen für Tausende betete, die oft auf der Stelle geheilt wurden; er, durch den die Heilungserweckung nach dem Zweiten Weltkrieg begann, als noch niemand von Billy Graham oder Oral Roberts gehört hatte; der über 1650-mal sagte: „so spricht der Herr!“, und es war jedes Mal so spricht der Herr, wurde im Alter von 56 Jahren nach einem tragischen Unfall unerwartet heimgerufen.
Am 18. Dezember 1965 machte sich Bruder Branham mit seinem Ford auf den mehr als 2500 km langen Weg von Tucson, Arizona, nach Jeffersonville, Indiana. Er hatte sich Notizen für eine vierstündige Predigt über „den Pfad der Schlange“ gemacht, die er in seiner Heimatgemeinde in Jeffersonville halten wollte. In der Nähe der Stadt Amarillo, Texas, im Gespräch mit Schwester Branham
– Tochter Sarah saß auf dem Rücksitz –, verpasste er die Ausfahrt und musste einen kurzen Umweg machen. Sein Sohn Billy Paul, der mit seiner Familie vorausfuhr und auch seinen Bruder Joseph im Auto hatte, wartete nach der Ausfahrt auf den Vater. Dann folgte Bruder Branham Billy Paul wieder. Nahe Freona, Texas, überquerte plötzlich ein Auto mit großer Geschwindigkeit den Mittelstreifen und fuhr frontal in Bruder Branhams Wagen. Der siebzehnjährige, angetrunkene Fahrer und sein Beifahrer waren auf der Stelle tot. Bruder Branham wurde schwer verletzt, ebenso wie Schwester Branham. Tochter Sarah erlitt schwere Prellungen. Am 24. Dezember 1965 erlag Bruder Branham im Krankenhaus seinen Verletzungen. Schwester Branham und Sarah überlebten.
Für die Familie und die Gläubigen der Endzeitbotschaft war das ein großer Schock. Alle fragten: „Warum ist das geschehen?“ Hatte Bruder Branham doch noch vier Wochen vorher, am 27. November 1965, zweimal direkt kurz hintereinander gesagt: „Ich werde nicht sterben. Ich werde den Pfad noch einmal reiten.“
Warum hat Gott es zugelassen? Wir alle haben uns im Leben schon oft gefragt: „Warum hat Gott das eine und das andere zugelassen?“ Wir können ins Paradies zurückgehen und fragen: „Warum hat Gott der Herr, der im Garten Eden wandelte, zugelassen, dass Satan Eva verführte?“ Besonders Juden können fragen: „Warum hat Gott den Holocaust zugelassen?“ Warum? Warum? So kann man immer wieder fragen.
Gott hat auch zugelassen, dass Johannes der Täufer auf unbegreifliche Weise durch Enthauptung aus dem Leben gerissen wurde (Mt 14:1-12). Sein Dienst war gewiss beendet. Propheten sind Menschen wie wir und müssen trotz höchster heilsgeschichtlicher Berufung als Menschen sterben (Heb 11:32-40). Auch Bruder Branhams Dienst war beendet, sonst hätte Gott ihn nicht heimgerufen.
Ohne zu wissen, was geschehen war, sah ich, wie schon früher berichtet, am Abend des 24. Dezember 1965 in einer Vision Bruder Branham, im Anzug gekleidet, wie er auf einer Wolke, nach vorne übergelehnt, hinaufgenommen wurde.
Wer das befremdlich findet, dem sei gesagt, dass auch der auferstandene Erlöser auf einer Wolke hinaufgenommen wurde: „… eine Wolke nahm Ihn auf und entzog Ihn ihren Blicken“ (Apg 1:9).
Die beiden Propheten aus Offb 11 werden, nachdem ihr Dienst in Jerusalem beendet sein wird, getötet und ebenfalls auf einer Wolke hinaufgenommen: „… Da fuhren sie in einer Wolke in den Himmel empor, und ihre Feinde sahen ihnen nach“ (V12).
Und auch wir werden bei der Entrückung auf Wolken hinaufgenommen werden: „… darauf werden wir, die wir noch leben und übriggeblieben sind, zusammen mit ihnen auf Wolken dem Herrn entgegen in die Luft entrückt werden …“ (1Thes 4:17).
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