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Rundbrief Dezember 2010
Ewald Frank
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Kapitola 4
„Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, um das zu erkennen, was uns von Gott aus Gnaden geschenkt worden ist“ (2Kor 2:12)
4 / 12
Es ist die unbeschreibliche Gnade Gottes, dass wir das Wort der Wahrheit biblisch einordnen können. Alle Brüder, die dem Herrn wirklich dienen, haben an der Austeilung der geistlichen Speise des geoffenbarten Wortes Anteil und dürfen mit mir wie Paulus bezeugen: „… wie wir von Gott gewürdigt worden sind, mit der Heilsbotschaft betraut zu werden, so reden wir nun auch, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft“ (1Thess 2:4).
Mich hat kein Prophet und kein Apostel, sondern der Herr selbst berufen. Als Sein Gesandter darf, ja muss ich in dieser Zeit den ganzen Ratschluss Gottes verkündigen.
„Für Christus also reden wir als Seine Gesandten, da ja Gott durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: »Lasst euch mit Gott versöhnen!«“ (2Kor 5:20). Die wahrhaft Gläubigen schätzen die apostolisch-prophetische Belehrung und sind für den jetzt stattfindenden Dienst, der sie zum ursprünglichen Wort zurückbringt, dankbar.
Wer das geschriebene Wort der Wahrheit über jedes Thema, auch über die Wiederkunft Christi und die verschiedenen Kommen nicht bis in alle Einzelheiten glaubt und gelten lässt, der ist, wie Paulus an Timotheus schreibt, „… von Hochmut verblendet und versteht in Wirklichkeit nichts, sondern krankt an der Sucht nach spitzfindigen Untersuchungen und Wortgezänk, aus denen nur Neid und Streit, Schmähungen, boshafte Verdächtigungen und fortwährende Zänkereien von Menschen entstehen, die geistig zerrüttet sind und die Wahrheit verloren haben …“ (1Tim 6:4-5). Solchen Menschen sendet Gott selbst kräftige Irrtümer, so dass sie dazu verdammt sind, Irrlehren, die nichts als Lüge sind, zu glauben (2Thess 2:12). Wie schon des Öfteren muss auch hier noch einmal 2Joh, Vers 7, betont werden: Wer nicht glaubt, dass derselbe Herr, der leiblich auferstanden (Joh 20) und leiblich gen Himmel gefahren ist (Luk 24:50), leiblich wiederkommt (Apg 1:9-11), ist nicht nur Opfer einer Irrlehre, sondern ein direktes Opfer des antichristlichen Geistes geworden. „Denn viele Irrlehrer sind in die Welt ausgezogen, die Jesus Christus nicht als den im Fleisch Erscheinenden bekennen: darin zeigt sich der Irrlehrer und der Antichrist.“
So steht es auch in der englischen Scofield-Bibel, die Bruder Branham las und die ich ebenfalls lese: „…who confess not that Jesus Christ cometh in the flesh.“ Jesus selbst hat nach Seiner Auferstehung gesagt: „Seht Meine Hände und Meine Füße an, dass Ich es leibhaftig bin! Betastet Mich und beschaut Mich; ein Geist hat ja doch kein Fleisch und keine Knochen, wie ihr solche an Mir wahrnehmt“ (Luk 24:39).
„Dieser Jesus, der aus eurer Mitte in den Himmel emporgehoben worden ist, wird in derselben Weise kommen, wie ihr Ihn in den Himmel habt auffahren sehen!“ (Apg 1:11).
Johannes schreibt weiter: „Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht mitbringt, so nehmt ihn nicht ins Haus und bietet ihm auch keinen Gruß!“ (2Joh 10).
Ja, es wird sehr ernst, denn noch nie in den vergangenen zweitausend Jahren sind so viele Irrlehrer ausgegangen wie in unserer Zeit. Und sie kommen sogar aus unserer Mitte: „… ja aus eurer eigenen Mitte werden Männer auftreten und Irrlehren vortragen, um die Jünger in ihre Gefolgschaft zu ziehen“ (Apg 20:30).
Ihre Hauptlehren sind,
dass die Wiederkunft Christi bereits stattgefunden habe;
dass die Entrückung mit Öffnung der Siegel geschehen sei;
dass die Gnadenzeit vorbei und
das Blut nicht mehr auf dem Gnadenthron sei;
dass die Auferstehung und Entrückung geistlich geschehe und beides bereits stattgefunden habe. Das Abendmahl brauche nicht mehr gefeiert zu werden.
dass die sogenannte „Offenbarung“, von der sie reden, diejenigen, die sie glauben, schon ins Tausendjährige Reich versetzt habe;
dass nicht die Botschaft, sondern der Botschafter dem zweiten Kommen Christi vorausgegangen sei.
Die unfassbarste Behauptung ist: Wie Jesus Christus damals auf Erden war, als Johannes seinen Dienst ausführte, so musste Er jetzt auf Erden sein, als Bruder Branham seinen Dienst hatte.
Noch viele andere unbiblische Lehren werden verbreitet.
Am 4. Dezember 1965, genau zwanzig Tage vor seinem Heimgang, sagte Bruder Branham in der Predigt „Die Entrückung“ und leitete von 1Thess 4 zu Mt 25 über, nämlich zu dem, was jetzt geschieht: „Es ist eine Botschaft, um die Menschen zusammenzubringen. Zuerst ergeht eine Botschaft: »Es ist Zeit, die Lampen zu reinigen. Steht auf und bringt eure Lampen in Ordnung.« … »Seht, der Bräutigam kommt. Erhebt euch und reinigt eure Lampen!« Sie taten es. Einige von ihnen stellten fest, dass sie nicht genügend Öl in ihren Lampen hatten. Doch es ist die Zeit, um die Lampen zu reinigen. Es ist die Zeit, von der Maleachi 3, zweiter Teil, und Lukas 17 sprechen. All diese Weissagungen der Schrift treffen vollkommen auf diese Zeit zu und wir sehen es lebendig unter uns“ (Seite 28).
Ja, wir sehen ganz klar, was Bruder Branham über Mat 25, Luk 17 und Mal 3:23 gesagt hat. Das ist die Botschaft, der letzte Ruf, der jetzt an alle Lebenden ergeht. Amen! Genauso sehen wir 1Thess 4 noch in der Zukunft. Das sagen auch wir als ein Wort des Herrn: Der Herr selbst wird mit dem gebietenden Befehlsruf, der an die Entschlafenen gerichtet ist, in Begleitung der Stimme des Erzengels und der Posaune Gottes herabkommen. Dann geschieht es, dass die Toten in Christo auf-erweckt und die in Christo Lebenden in die Unsterblichkeit verwandelt und gemeinsam entrückt werden.
„Denn dieser vergängliche Leib muss die Unvergänglichkeit anziehen, und dieser sterbliche Leib muss die Unsterblichkeit anziehen. Wenn aber dieser vergängliche Leib die Unvergänglichkeit angezogen hat und dieser sterbliche Leib die Unsterblichkeit, dann wird sich das Wort erfüllen, das geschrieben steht: »Verschlungen ist der Tod in Sieg«“ (1Kor 15:53-54).
Michael und seine Engel führen den letzten Kampf mit dem Drachen bei der Entrückung des männlichen Sohnes: „So wurde denn der große Drache, die alte Schlange, die da »Teufel« und »Satan« heißt, der Verführer des ganzen Erdkreises, auf die Erde hinabgestürzt und seine Engel wurden mit ihm hinabgestürzt“ (Offb 12:1-12). Michael tritt ganz am Ende auch für Israel ein: „Zu jener Zeit nämlich wird Michael auftreten, der große Engelfürst, der deine Volksgenossen beschützt, und es wird eine Zeit der Bedrängnis eintreten, wie noch keine dagewesen ist, seitdem es Völker gibt, bis zu jener Zeit; aber dein Volk wird in jener Zeit gerettet werden, nämlich ein jeder, der sich im Buch aufgezeichnet findet“ (Dan 12:1).
In den letzten drei Minuten derselben Predigt sagte Bruder Branham: „Möchtet ihr bei der Entrückung dabei sein? Wie viele sind daran interessiert, bei der Entrückung dabei zu sein? Sagt: O Gott, von ganzem Herzen möchte ich es schaffen!“ Wie beschämt sollten diejenigen sein, die behaupten, die Entrückung habe schon 1963 stattgefunden! Von Henoch steht geschrieben, dass er mit Gott wandelte und das Zeugnis hatte, Gott wohlgefällig zu sein, und nicht mehr gefunden wurde, weil Gott ihn entrückt hatte (Heb 11). Und alle diese „entrückten“ Schwärmer sind mitsamt ihren Nachfolgern immer noch hier! Was für eine armselige, selbsterdachte „Entrückung“!
Die Behauptung, dass es sich dabei um eine besondere „Offenbarung der sieben Donner“ handelt, ist absurd. Noch gilt, was Johannes geboten wurde: „Versiegle, was die sieben Donner geredet haben, und schreibe es nicht auf!“ (Offb 10:4). Erst wenn der Herr als Engel des Bundes herabkommt, ertönen die sieben Donnerstimmen. Doch zuerst wird Er als Bräutigam kommen, um Seine Braut heimzuholen. Wir beenden dieses Thema, ohne weiter auf all die sinnlosen Parusie-Theorien und Irrlehren einzugehen. Wir sind nicht klug ersonnenen Fabeln gefolgt, sondern glauben das Wort Gottes so, wie es geschrieben steht. Bei der Wiederkunft unseres geliebten Herrn werden sich alle entsprechenden Bibelstellen hundertprozentig erfüllen. Das Gleiche trifft auf alle anderen Kommen zu. Amen!
Alles, was zum Dienst Bruder Branhams gehörte, ist erfüllt und abgeschlossen. Er wurde mit der Botschaft gesandt, die den ganzen Heilsplan offenbart und dem zweiten Kommen Christi vorausgeht. Und alle zur Brautgemeinde Gehörenden werden jetzt herausgerufen und zubereitet auf den glorreichen Tag der Wiederkunft Jesu Christi, unseres geliebten Herrn und Erlösers (Phil 2:16). Das bedeutet, dass die Gemeinde Jesu Christi absolut und in allen Punkten in Übereinstimmung mit Gott und Gottes Wort gebracht wird, wie es am Anfang mit den wahrhaft Gläubigen war. Ganz am „Uranfang“ gab es weder falsche Brüder noch falsche Lehren, sondern die Gemeinde war auf dem Fundament der Apostel und Propheten gegründet. Gott selbst hat zu ihrer Auferbauung die Dienste eingesetzt. Jede biblische Gemeinde geht aus einer geistgewirkten Erweckung wie zu Pfingsten hervor, und so wird die Gemeinde selbst zur Grundfeste und Säule der Wahrheit (1Tim 3:15). Die wahre Gemeinde ist der lebendige Organismus, der Leib des Herrn, über den Er als Haupt verfügt. So muss es jetzt in der völligen Wiedererstattung werden.
Immer wurde zuerst das wahre Wort verkündigt und darauf folgten die Deutungen. Der Herr sät das Wort, der Feind die Deutungen. „… der Acker ist die Welt; die gute Saat, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut dagegen sind die Söhne des Bösen“ (Mat 13:38). Ein wahrer Gesandter Gottes predigt das Wort; diejenigen, die ohne göttliche Berufung predigen, verbreiten Deutungen. Immer wenn Brüder unter falschen Einfluss geraten und mit fremden Lehren auftreten, entstehen Spaltungen. Sie setzen sich selbst und andere in gewisse Positionen ein und binden die Menschen an sich und ihre Lehren, ziehen sie vom Wort weg in ihre Sonderoffenbarungen hinein. So entstehen Gemeinden, die nicht mehr im Willen und im Wort Gottes sind. Sie sind kein vom Geist geborener Organismus als Leib des Herrn, sondern eine Organisation wie alle anderen. Im Urchristentum gab es nur eine lokale Gemeinde in einer Stadt. Eines haben alle mit Jannes und Jambres und Dathan gemeinsam: Sie treten als Verächter gegen den Gottgesandten auf (4Mo 16; 2Pet 2:15) und bekämpfen den vom Herrn eingesetzten Träger des wahren Wortes. Mit allen Mitteln versuchen sie seinen Einfluss zu zerstören, begehen Rufmord an ihm und lehnen ihn ab. Dazu sagte Bruder Branham: „Sie versuchen den Einfluss zu zerstören; sie versuchen alles zu zerstören. Es ist nichts als Eifersucht. Sie begann mit Kain und hat sich als Eifersucht erwiesen. Es ist heute noch das Gleiche, wenn die natürlich-menschlich Gesinnten den geistlich Gesinnten begegnen“ (18. April 1965).
So war es schon zur Zeit der Apostel, so ist es heute. Das beste Beispiel ist Diotrephes, der nicht einmal den Apostel Johannes aufnahm (3Joh). Dieser hatte gerade geschrieben: „Eine größere Freude gibt es für mich nicht als die, von meinen Kindern zu hören, dass sie in der Wahrheit wandeln“ (V4). Wahrheit bleibt für immer Wahrheit und Lüge bleibt das, was sie ist, nämlich Lüge; und nur wer aus Gott ist, hört die Worte Gottes (Joh 8:47). Amen.
Auch uns gilt die Warnung des Herrn: „Sehet euch vor, dass niemand euch irreführe!“ Noch nie war Seine Mahnung so aktuell wie heute: „Wenn dann jemand zu euch sagt: »Seht, hier ist Christus« oder: »Dort ist Er!«, so glaubt es nicht!“ Auch dieses Wort muss sich erfüllen. Es ist direkt an die Herausgerufenen in dieser Zeit gerichtet, denn dort heißt es: „… um womöglich auch die Auserwählten irrezuführen. Seht, Ich habe es euch vorhergesagt. Wenn man also zu euch sagt: »Seht, Er ist in der Wüste!« – Judäa oder Arizona –, so geht nicht hinaus; und sagt man: »Seht, Er ist in den Gemächern!«, so glaubt es nicht! Denn wie der Blitz vom Osten ausgeht und bis zum Westen leuchtet, so wird es auch mit der Ankunft des Menschensohnes sein“ (Mat 24:23-27). Gott sei in Ewigkeit Dank für Sein klares und wahres Wort! Und alles Volk sage: »Amen!«
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