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Rundbrief Dezember 2010
Ewald Frank
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Kapitola 10
Paulus nahm Abschied
10 / 12
Nach seinen drei Missionsreisen durch Asien und Griechenland wollte Paulus vor seiner Rückkehr nach Jerusalem von den Brüdern Abschied nehmen und ließ die Ältesten aus Ephesus nach Milet kommen. Dort schüttete er ihnen sein Herz aus: Er hatte ihnen ja den ganzen Ratschluss Gottes verkündigt und legte ihnen nun ans Herz, auf sich selbst und auf die Herde zu achten, über die sie der Heilige Geist zu Aufsehern bestellt hatte. Weil er wusste, dass aus der Gemeinde selbst Brüder auftreten würden, die verkehrte Lehren vortragen, um Jünger in ihre Gefolgschaft zu ziehen und die Herde wie Wölfe zu zerstören, ermahnte er sie zur Wachsamkeit.
Auch von der Gemeinde in Rom verabschiedet sich der Apostel in Kap. 16:24-27 im Bewusstsein der ganzen Verantwortung seiner Verkündigung und erwähnt das Geheimnis, das seit Anfang der Welt verborgen geblieben war, doch nun durch die heiligen Schriften geoffenbart wurde. Das Ziel des Apostels war es, wie er schon in Kap 1:5 erklärt, Glaubensgehorsam unter allen Gläubigen aus den Nationen zu bewirken und Christus eine reine Jungfrau zuzuführen (2Kor 11), eine Gemeinde ohne Tadel (Eph 5).
Ebenso habe ich seit über 50 Jahren die uns hinterlassene Botschaft, das reine Wort Gottes auf der ganzen Welt gepredigt. In meinen persönlichen Entscheidungen werde ich sicherlich nicht immer alles richtig gemacht haben, doch das Schwert des Geistes, „welches da ist Gottes Wort“, ist während der vielen Jahre nicht aus meinem Munde gewichen. Ich habe mir Eph 6:10-20 zur Richtschnur genommen und den Auftrag, den der Herr mir gegeben hat, unermüdlich ausgeführt. Auch der Aufforderung in 2Tim 4:1-5, bin ich treu nachgekommen. Diese Stelle hat der Herr zuerst Bruder Branham in Jeffersonville und später auch mir in Marseille geboten. Und es hat sich bewahrheitet, was darin vorhergesagt wurde: „… Denn es wird eine Zeit kommen, da wird man die gesunde Lehre unerträglich finden und sich nach eigenem Gelüsten Lehrer über Lehrer beschaffen, weil man nach Ohrenkitzel Verlagen trägt.“ Nicht ein einziges Mal habe ich das Wort verlassen, sondern bin damit aufgetreten „zur Zeit und zur Unzeit“ um der Auserwählten und „der Wahrheit willen, die dauernd in uns wohnt und in unserer Mitte sein wird in Ewigkeit“ (2Joh 2).
Ich bin nun im vorgerückten Alter und weiß nicht, wie lange ich noch in der Lage sein werde, zu reisen wie bisher. Deshalb möchte auch ich allen dienenden Brüdern in aller Welt ans Herz legen, wachsam zu sein, treu im Wort der Wahrheit zu bleiben und die Herde Gottes mit der reinen geistlichen Speise zu versorgen.
Mit Paulus darf ich ausrufen: „Fortan liegt für mich der Siegeskranz der Gerechtigkeit bereit, den der Herr, der gerechte Richter, mir an jenem Tage zuteilen wird; jedoch nicht nur mir, sondern überhaupt allen, die Sein Erscheinen lieb gehabt haben“ (2Tim4:8). Es wird sich gelohnt haben, gemäß dem Willen Gottes getan zu haben, was der Herr mir geboten hat, davon bin ich überzeugt.
Aus allen Völkern hat der Herr die Seinen herausgerufen, sie sind biblisch gläubig geworden, sind Kinder Gottes, im Blut des Lammes gewaschen und werden vom Heiligen Geist in alle Wahrheit geführt. Sie sind zu einer lebendigen Hoffnung wiedergeboren, sind erneuert durch den Heiligen Geist, haben die völlige Rechtfertigung erlebt, sind unanklagbar vor Gott. Satan, der Verkläger der Brüder, ist besiegt, und unser Glaube ist der Sieg, der ihn und die ganze Welt überwunden hat.
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