Circular Letter
Rundbrief Dezember 2010
Ewald Frank
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Kapitola 6
Sagen wir es noch einmal
6 / 12
Gott der Herr hat doch eine klare Verheißung für den letzten und wichtigsten Dienst gegeben: „Wisset wohl: Ich sende euch den Propheten Elia, ehe der große und furchtbare Tag des Herrn kommt; der wird das Herz der Väter den Söhnen und das Herz der Söhne ihren Vätern wieder zuwenden, damit Ich nicht kommen muss und das Land mit dem Bann-fluch schlage!“ (Mal 3:23-24).
So gewiss durch den Dienst Johannes des Täufers die Herzen der alttestamentlich Gläubigen dem Glauben der Kinder des Neuen Bundes zugewandt wurden (Luk 1:16+17), so werden jetzt die Herzen der Kinder Gottes zum Glauben der apostolischen Väter zurückgebracht.
Es ist eine Tatsache, dass Gott nichts tut, ohne Sein Geheimnis Seinen Knechten, den Propheten zu offenbaren (Am 3:7), und dass Gottes Wort im Munde eines wahren Propheten die reine Wahrheit ist (1Kön 17:24). Alles, was zur Heilsgeschichte gehört, haben Propheten vorausgesagt und Gott hat es erfüllt und tut es immer noch. Unser Herr sagte in Lk 24:44: „… es müsse alles in Erfüllung gehen, was im mosaischen Gesetz, bei den Propheten und in den Psalmen über Mich geschrieben steht.“
Werfen wir nun einen Blick auf unsere Zeit. Jeder weiß ja, dass Johannes der Täufer ein verheißener Prophet war (Jes 40:3; Mal 3:1; Mat 11:10; Lk 3:1-20). Doch wir wissen auch, dass Gott in unserer Zeit die Verheißung erfüllt hat, einen Propheten nach dem Vorbild Elias vor dem schrecklichen Tag des Herrn zu senden (Mal 3:23-24).
Diese Verheißung ist mit der Heilsgeschichte am Ende der Gnadenzeit verbunden und offensichtlich so wichtig, dass unser Herr selbst sie in Mat 17:11 und Mk 9:12 bestätigt hat. Beides ist wahr: Johannes kam im Geist und in der Kraft des Elia, deshalb hat der Herr seinen Dienst als schon geschehen bezeichnet (Mat 17:12; Mk 9:13). Doch ebenso hat Er den Propheten Elia noch für die Zukunft angekündigt, durch den vor der Wiederkunft des Herrn alles zurückerstattet werden sollte (Apg 3:17-21). Diesen einmaligen Dienst habe ich als Augen- und Ohrenzeuge in den Versammlungen in Deutschland und in den USA persönlich miterlebt.
Das So spricht der Herr in seinem Munde war mehr als tausendmal das geoffenbarte Wort Gottes. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass es keinen Propheten, auch keinen Apostel gab, dessen Dienst mit dem einmaligen Dienst Bruder Branhams verglichen werden könnte. Darüber habe ich in den vergangenen vierundvierzig Jahren immer wieder berichtet und es von der Schrift her beleuchtet.
Bruder Branham hat einmal gefragt: „Was ist die Botschaft?“ und auch gleich die Antwort gegeben: „Zurück zum Wort; zurück zur Lehre der Apostel!“ Es ist doch So spricht der Herr. Elia musste zuerst kommen und alles wiedererstatten und in die göttliche Ordnung zurückbringen (Mat 17:11; Mk 9:12). Das ist erfüllte Schrift vor unseren Augen. Gott hat zwar den Botschafter genommen, doch die Botschaft ist uns geblieben, mit der ich im Auftrage Gottes betraut wurde. Bruder Branham sah die abschließende Erweckung in der Braut vor der Entrückung: „Doch beachtet: Wenn eine Erweckung in der geistlichen Braut beginnt, wenn sie anfängt zum Worte Gottes zurückzukommen und sich danach auszurichten, gebt acht: dann werdet ihr sehen, dass zu der Zeit aus der Schrift eine Botschaft hervorkommt und die Braut erfasst …“ (25. März 1965). Ja, die Schrift erfüllt sich vor unseren Augen und wir sind die bevorzugte Generation, die das jetzt vor der Wiederkunft Christi miterleben darf.
Doch nun geht es um etwas ganz anderes, nämlich darum, dass aus William Branham Jesus Christus gemacht, dass er vergöttlicht, als unfehlbar dargestellt und sogar behauptet wird, jedes Wort, das er ausgesprochen hat, sei Gottes Wort. Er ist bei vielen Botschaftspredigern zum Hauptthema ihrer Verkündigung, ja sogar zur Kultfigur gemacht worden, so dass sie nicht mehr aus der Bibel predigen, sondern aus seinen Predigten. Obwohl sie ausschließlich von „dem Propheten“ und „der Botschaft“ reden, haben sie eine ganz andere Botschaft daraus gemacht (Gal 1).
Wie von Elia muss auch von Bruder Branham gesagt werden: „Er war ein Mensch von gleicher Art wie wir …“ (Jak 5:17a): Er war Ehemann, er war Vater, er war ein Mensch wie jeder andere von uns. Das haben besonders seine Jagdausflüge bestätigt. Das Übernatürliche stammte nicht von William Branham, sondern von Gott selbst. Unser Erlöser hat als Prophet und Menschensohn gesagt: „Nicht Ich tue diese Werke, sondern der Vater, der in Mir ist, Er tut Seine Werke!“ So geschah es in unserer Zeit.
Wohl bei jedem Heilungsgottesdienst hat Bruder Branham Joh 5:19 erwähnt: „Wahrlich, wahrlich Ich sage euch: der Sohn vermag von sich selber aus nichts zu tun, als was Er den Vater tun sieht; denn was jener tut, das tut in gleicher Weise auch der Sohn.“ Viele, die in den Versammlungen Bruder Branhams waren, haben – besonders beim Gebet für die Kranken – die Hilflosigkeit unseres Bruders miterlebt. Doch dann geschah das Übernatürliche wie im Dienst unseres Herrn: das Licht, die Feuersäule kam herab und der Engel des Herrn stand zu seiner Rechten und ihm wurden Dinge aus dem Leben derjenigen gezeigt, für die er beten sollte. Er selbst sagt in Seinem Zeugnis: „Direkt am Anfang erschien mir der Engel des Herrn und sagte mir, wie ich dienen sollte, dass ich ein Licht sehen und eine Stimme hören würde, die zu mir spricht, und dass ich Visionen sehen werde“ (Full Gospel Businessmen’s Voice). Nicht William Branham hat das Übernatürliche getan, sondern der allmächtige Gott, dem allein alle Ehre in Ewigkeit gebührt.
Wir sehen einerseits Bruder Branham als den angekündigten Propheten für unsere Zeit, der einen unfehlbaren Dienst hatte, der Gesichte sah und sagen konnte: „So spricht der Herr!“, und es war so. Andererseits aber war er auch Prediger und, wie er selbst immer wieder gesagt hat, ein ganz einfacher Mensch, ein aus Gnaden geretteter Sünder.
Brüder haben seine Aussprüche jedoch missverstanden und missgedeutet und ohne sich um das Wort Gottes zu kümmern haben sie die verschiedenen unbiblischen Lehren erfunden – immer mit der Behauptung: „Der Prophet hat gesagt!“ So haben sie nicht nur das, was Bruder Branham gesagt hat, sondern auch die Worte unseres Herrn und die, welche von Paulus und anderen in der Schrift hinterlassen worden sind, zu ihrem eigenen Verderben verdreht (2Pet 3:16).
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