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Rundbrief Dezember 2010

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 12 calendar_month 30. 11. 2010

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Ich habe Bruder Branham zum ersten Mal am 13. August 1955 von Sach 14:7 sagen gehört, dass es „Licht wird zur Abendzeit“. Wir wissen, dass er damit den letzten prophetischen Abschnitt des Tages des Heils meinte, in dem wir jetzt leben. Die Abendzeit leitete zur Mitternacht über, wo das Geschrei laut wird: „Siehe, der Bräutigam kommt!“

Sach 14 zeigt uns den Zusammenhang mit Israel: „An jenem Tag aber, da wird keine Kälte und kein Frost und Eis sein; es wird ein einziger Tag sein – er ist dem Herrn wohlbekannt – ohne Wechsel von Tag und Nacht, und auch zur Abendzeit wird Licht sein. Da wird dann an jenem Tage lebendiges Wasser von Jerusalem ausgehen, zur Hälfte nach dem östlichen Meer und zur Hälfte nach dem westlichen Meer; im Sommer wie im Winter wird das so sein. Der Herr wird dann König sein über die ganze Erde; an jenem Tage wird der Herr der Alleinige sein und Sein Name »der Einzige«“ (Vv 6-9). Diese Verse sind in Verbindung mit Israel, mit Jerusalem, mit dem Herrn, der dann König über die ganze Erde sein wird.

Doch da es ein prophetisches Wort ist und Bruder Branham einen prophetischen Dienst hatte, wandte er dieses Wort auf die Gemeinde und auf seinen Dienst an; geistlich gesprochen verläuft mit der Gemeinde und Israel ja Vieles parallel.

In Luk 17:20-37 hat der Herr die Endzeit deutlich zusammengefasst. Seine Wiederkunft beschreibt Er mit folgenden Worten: „Denn wie der Blitz, wenn er aufblitzt, am Himmel hin von einem Ende bis zum anderen leuchtet, so wird es auch mit dem Menschensohn an Seinem Tage sein (V 24).

Über den Zeitabschnitt vor dem Kommen lesen wir Folgendes: „Und wie es in den Tagen Noahs zugegangen ist, so wird es auch in den Tagen des Menschensohnes sein: Man aß und trank, man heiratete und wurde verheiratet bis zu dem Tage, an welchem Noah in die Arche ging und die Sintflut kam und allen den Untergang brachte“ (Vv 26-27).

„Ebenso wie es in den Tagen Lots zugegangen ist: man aß und trank, man kaufte und verkaufte, man pflanzte und baute; aber an dem Tage, an welchem Lot aus Sodom wegging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und vernichtete alle“ (Vv 28-29).

Den folgenden Vers hat Bruder Branham immer wieder betont: „… ebenso wird es auch an dem Tage sein, an welchem der Menschensohn sich offenbart.“

Es war eine Zeitspanne, in der Noah predigte; eine Zeitspanne, in der Lot sich in Sodom aufhielt. Genauso war es in unseren Tagen eine Zeitspanne, in welcher der gewaltige Dienst stattgefunden und der Menschensohn sich in der gleichen Weise wie bei Abraham und zur Zeit Jesu Christi geoffenbart hat. Doch dann kam ein Tag, an dem Noah in die Arche ging und ein Tag, an dem die beiden Engel Lot aus Sodom herausholten (1Mo 19). Wir warten auf den glorreichen Tag, an dem der Herr uns heimholt.

„Ich hege eben deshalb auch die feste Zuversicht, dass der, welcher ein gutes Werk in euch angefangen hat, es auch bis zum Tage Jesu Christi vollenden wird“ (Phil 1:6).

„Haltet fest am Wort des Lebens, mir zum Ruhm auf den Tag Christi, weil ich dann nicht vergeblich gelaufen bin und nicht vergeblich gearbeitet habe“ (Phil 2:16).

Ich sage euch: In der betreffenden Nacht werden zwei auf einem Lager liegen: der eine wird angenommen, der andere zurückgelassen werden; zwei werden an derselben Handmühle mahlen: die eine wird angenommen, die andere zurückgelassen werden. Zwei werden auf dem Feld sein; der eine wird genommen und der andere zurückgelassen werden“ (Luk 17:34-36). Oh, wie klar ist Gottes Wort, wenn es uns durch den Heiligen Geist geoffenbart wird!

Über Offb 10:7 und den darin erwähnten „siebten Engel“ gibt es leider immer noch Unklarheit. Dabei müsste doch jeder begreifen, wenn er die beiden Kapitel davor liest, dass dieser „siebente Engel“ zu den sechs vorhergehenden Engeln gehört, die während des siebten Siegels der Reihe nach in die Posaunen stoßen (Kap. 8 + 9).

Von dem „anderen starken Engel“, der in Offb 10:1 aus dem Himmel herabkommt und mit lauter Stimme wie ein Löwe brüllt (Jer 25:30; Hos 11:10; Joel 4:15-16), sagte Bruder Branham: „Wenn ihr es beachtet habt: es ist Christus. Im Alten Testament wird Er der Engel des Bundes genannt. Er kommt nun zu den Juden …“ (17. März 1963).

Bruder Branham erläutert weiter: „Hier kehrt Er im 10. Kapitel zurück nach der Zeit Seines Kommens“ (18. März 1963).

Dann erfüllt sich: „… unversehens wird zu Seinem Tempel kommen der Herr, den ihr herbeiwünscht, und der Bundesengel, nach dem ihr Verlangen tragt, kommt unfehlbar!« – so spricht der Herr der Heerscharen. Doch wer vermag den Tag Seines Kommens zu ertragen, und wer bleibt bei Seinem Erscheinen bestehen? Denn Er wird wie das Feuer eines Schmelzers sein und wie die Lauge von Walkern …“ (Mal 3:1b-2).

Von dem siebenten Gemeinde-Engel ist nur in Offb 3:14-22 die Rede; danach nicht mehr. Das war die letzte Botschaft an das letzte Gemeinde-zeitalter, das mit dem Kommen des Bräutigams für die Brautgemeinde, nämlich mit der Entrückung ihr Ende findet

In Offb 8, direkt bei Öffnung des siebenten Siegels, lesen wir von Vers 2 über die sieben „Posaunen-Engel“, die vor Gott stehen. Es wird uns genau gesagt, was jeweils geschieht, wenn ein Engel in seine Posaune stößt; und nachdem die sechs posaunt haben (Kap 8 und 9), kommt die gewaltige Ankündigung: „… sondern in den Tagen, in denen die Stimme des siebten Engels erschallt, wenn er in die Posaune stoßen wird, ist dann das Geheimnis Gottes zum Abschluss gekommen, wie Er es Seinen Knechten, den Propheten, als Freudenbotschaft zuverlässig mitgeteilt hat!“ (Offb 10:7).

Bruder Branham hat, wenn er Vers 7 zitierte, immer von „den Geheimnissen“ in der Mehrzahl, oft sogar von „den Geheimnissen Gottes“ gesprochen. Doch Vers 7 bleibt unangetastet als „das Geheimnis Gottes“ in der Einzahl bestehen, und nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift ist Jesus Christus „das Geheimnis Gottes“ geoffenbart. Wieder sehen wir die Verbindung mit der Gemeinde und dann mit Israel. Wir sehen den siebenten Gemeindeengel, der sich gemäß einer Vision am 28. Februar 1963 in das Gebirge Arizonas begab, wo sieben Engel in einer Wolke erschienen und er sieben gewaltige Donnerschläge hörte. Dort bekam er die Weisung für die Öffnung der sieben Siegel.

Und wir sehen den siebenten Posaunenengel und haben so die Erfüllung von Offb 10:7. Beim Posaunenstoß des siebten Engels beginnt die Königsherrschaft: „Nun stieß der siebte Engel in die Posaune: da ließen sich laute Stimmen im Himmel vernehmen, die riefen: »Die Königsherrschaft über die Welt ist an unseren Herrn und Seinen Gesalbten gekommen, und Er wird als König in alle Ewigkeit herrschen“ (Offb 11:15). Das ist wahrhaftig und gewiss.

Vorher musste Johannes in Kap 10, von Vers 8, das aufgeschlagene Buch aus der Hand des Engels nehmen, es verzehren und nochmals über Völker und Sprachen weissagen. Ja, und wie es vollkommener nicht sein kann, treten dann die beiden Zeugen in Jerusalem auf (Kap 11) und weissagen 3 ½ Jahre lang. Nach Vollendung ihres Dienstes werden sie getötet und 3 ½ Tage später in einer Wolke in den Himmel emporgehoben. Darauf wird die Königsherrschaft ausgerufen. Gottes Wort ist einfach vollkommen und wir können nur „Amen“ dazu sagen.