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Es steht geschrieben…
Ewald Frank
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Kapitola 5
Wiederholung?
5 / 10
Obwohl die gläubigen Juden beim ersten Kommen Christi auf ihren Messias warteten, erkannten die religiösen Führer weder Seinen Vorläufer und dessen Dienst noch den Messias selbst. Mit dem Wort Gottes in der Hand und samt ihrer Anbetung im Tempel verwarfen sie Ihn. Unbegreiflich aber wahr: ER kam zu den Seinen, doch die Seinen nahmen Ihn nicht auf (Joh. 1). Welch eine Schande, daß gerade die geistlichen Führer damals mit Blindheit geschlagen waren! Sie hatten ihre eigenen Deutungen, besaßen aber keine Offenbarung über das für ihre Zeit verheißene Wort.
Könnte es sein, daß sich jetzt das gleiche wiederholt? Ist es möglich, daß auch unsere Gottesdienste nur noch Tradition sind und unsere Evangelisationen die Form von Unterhaltungsveranstaltungen angenommen haben? Es ist durchaus denkbar, daß man auch heute über den Messias und das, was Er tun wird, predigt, ohne zu begreifen, was Er gegenwärtig tut. Die religiösen Führer jenes Tages beriefen sich auf Abraham und Mose, erkannten aber nicht, daß sich vor ihren Augen erfüllte, was jene angekündigt hatten. Unser HErr mußte ihnen sagen: "Wenn ihr Mose geglaubt hättet, so würdet ihr Mir glauben" (Joh. 5:46).
Ebenso ist es möglich, sich auf Petrus, Paulus und Persönlichkeiten der Kirchengeschichte zu berufen und trotzdem nicht zu erkennen, was Gott in dieser Zeit tut. Dennoch ist es unfaßbar, daß jene heiligen Männer, obwohl sie sich Tag und Nacht in die Schrift vertieften, nicht sahen, daß sich eine Fülle von Weissagungen in ihrer Zeit verwirklichte. Jesus selbst wies sie darauf hin, als Er in der Synagoge von Nazareth aus dem 61. Kap. des Propheten Jesaja vorlas, indem Er sprach: "Heute ist dieses Schriftwort, das ihr soeben vernommen habt, in Erfüllung gegangen" (Luk. 4:21).
Ohne Zweifel gehen wir jetzt auf das Ende der Endzeit zu. Kenner der Heiligen Schrift erwarten die eschatologischen Ereignisse in unmittelbarer Zukunft. Die Zeichen der Zeit sprechen eine deutliche Sprache: der Zustand der Gemeinde, die Rückkehr der Israeliten in das Land ihrer Väter, die politischen Entwicklungen — all das weist unmißverständlich auf die nahe Wiederkunft des HErrn hin. Könnte es nicht sein, daß Gott auch in unserer Generation bereits etwas Gewaltiges getan hat, an dem die Mehrheit vorübergegangen ist?
Es ist nicht schwer, Vergangenes zu beurteilen und festzustellen, was andere verkehrt gemacht haben. Ebenso kann man große Erwartungen in die Zukunft setzen. Was aber ist mit der Gegenwart? Haben wir Anteil am Wirken des HErrn heute? Es gibt ein Wort in der Schrift, das eine Schlüsselfunktion besitzt: "Gott der HErr tut nichts, ohne zuvor Seinen Ratschluß Seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart zu haben" (Amos 3:7). Wir leben ganz gewiß im größten aller prophetischen Zeitalter. Es gibt zwei Generationen mit besonderer Verantwortung: die eine lebte bei dem ersten Kommen Christi; die zweite ist diese, in der wir uns jetzt befinden, vor dem zweiten Kommen Christi. Wie das Neue Testament mit der Erfüllung biblischer Prophetie begann, so wird es auch enden.
Wir brauchen keinen Menschen, der uns seine eigenen Ideen über die gewaltigen Dinge präsentiert, die Gott tun wird. Solche Phantasievorstellungen sind nie eingetroffen und werden es auch in Zukunft nicht. Was wir benötigen, ist ein klares Verständnis über das, was Gott in Seinem Wort für diese Zeit verheißen hat. Da dies ein prophetisches Zeitalter ist, können wir ohne weiteres mit einem besonderen prophetischen Dienst rechnen. In der Vergangenheit hat der HErr vor außergewöhnlichen Ereignissen immer Männer mit einem speziellen Auftrag gesandt. Vor der Sintflut hatte Er den Propheten Noah. Von ihm lesen wir: "Und Noah tat es, er machte alles genau so, wie Gott es ihm geboten hatte" (1. Mose 6:22). Vor der Zerstörung Sodoms und Gomorrhas besuchte der HErr Seinen Propheten Abraham (1. Mose 18). In Vers 17 sprach Er: "Soll Ich vor Abraham geheim halten, was Ich zu tun vorhabe?" Der HErr bezog sich in Luk. 17:26-30 auf jene beiden Zeiten und Ereignisse im Zusammenhang mit Seiner Wiederkunft und sprach: "Ebenso wird es auch an dem Tage sein, an welchem der Menschensohn sich offenbart." Gott kann sich nicht ändern, wie geschrieben steht: "Denn Ich, der HErr, habe Mich nicht geändert" (Mal. 3:6). Als Er im Begriff war, die dem Abraham gegebene Verheißung zu erfüllen (1. Mose 15:13), erschien Er dem Propheten Mose in dem feurigen Busch (2. Mose 3). ER hatte einen Elia und Elisa, einen Jeremia und Daniel, Jesaja und Hesekiel usw. ER wirkt zu allen Zeiten auf gleiche Weise. Seine Entscheidungen sind vollkommen!
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