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Es steht geschrieben…

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 10 calendar_month 13. 12. 1980

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Wer Gottes Wort und Sein Walten in der Vergangenheit kennt, wird mit Recht etwas Übernatürliches von Ihm erwarten. Ich selbst bin der festen Überzeugung, daß Gott in unserer Generation einen Mann gebraucht hat, um eine Erweckung durchbrechen zu lassen, deren Auswirkungen bis in die Gegenwart hinein reichen. Der Anfang dieses Dienstes geht auf den 7. Mai 1946 zurück, an dem William M. Branham seine besondere Berufung empfing. In seinen Versammlungen geschahen gewaltige Dinge, die alle Anwesenden mit eigenen Augen sahen: Blinde wurden sehend, Lahme konnten gehen, Stumme reden, Taube hören. In dem Buch "Ein Mann von Gott gesandt", das im Jahre 1950 von Rev. Gordon Lindsay — dem Herausgeber der Monatszeitschrift "The Voice of Healing" — veröffentlicht wurde, sowie in dem Buch "A Prophet Visits South Africa" von Rev. Julius Stadsklev aus dem Jahre 1952 und in dem Buch "The Acts of the Prophet" von Rev. Pearry Green aus Tucson, Arizona, sowie verschiedenen anderen Publikationen sind unzählige solcher Berichte festgehalten. Sogar von Ärzten aufgegebene Krebskranke wurden geheilt; es geschahen tatsächliche Schöpfungswunder.

Während vieler Jahre berichtete die Presse der USA über seine Versammlungen. Auch verschiedene religiöse Monatszeitschriften, wie z. B. "The Herald of Hope", Chicago, "The Voice of Healing", Dallas, (später in "Christ for the Nations" umbenannt) und andere, brachten immer wieder Reportagen über diesen außergewöhnlichen Dienst und was dadurch geschah. Der tatsächliche Durchbruch dieser geistlichen Erweckung fand schon statt, noch ehe einer der anderen Heilungsevangelisten auftrat, die später weltbekannt wurden. Von denen, die am Ende der vierziger, in den fünfziger und bis in die sechziger Jahre hinein mit ihrem Dienst begannen, haben die meisten den Impuls dazu in einer Versammlung von William Branham erhalten. Natürlich geben sie das heute nicht mehr zu, sondern präsentieren lieber eine Geschichte, die bei den Zuhörern einen größeren Eindruck hinterläßt.

Als einer von vielen Augenzeugen habe ich selbst das übernatürliche Wirken Gottes, das durch den Dienst dieses Gottesmannes geschah, miterlebt. Der Eindruck von dem, was ich sah und hörte, ist unbeschreiblich und wird bis an mein Lebensende bleiben. Tausenden und Abertausenden konnte er aufgrund der Gabe der Unterscheidung sagen, wer sie waren, woher sie kamen, welche Krankheit die betreffende Person hatte; ja sogar Begebenheiten aus ihrem Leben wurden ihm in einer Vision gezeigt. Nicht ein einziges Mal war etwas, das er in all den Jahren bis zum Ende seines Dienstes sah, verkehrt, ganz gleich, in welcher Stadt, welchem Land, welchem Kontinent er gerade diente.

Zwei besondere Eigenschaften zeichnen einen Propheten und seinen Dienst aus. Erstens muß das, was er vorhersagt, eintreffen (5. Mose 18:20-22), und zweitens muß seine Lehre über Gott stimmen. Wenn ein Prophet etwas ankündigt, und es trifft ein, dann aber die Aufforderung gibt, anderen Göttern zu dienen, so ist es nur eine Prüfung für das Volk. Ein wahrer Prophet muß den Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs als den einzig wahren Gott verkündigen (5. Mose 13:2-6).

Als Menschensohn war Jesus der Prophet, den Mose angekündigt hatte (5. Mose 18:15-19; Apg. 3:22-23). Deshalb sah Er zuerst, was der Vater tun wollte, und tat es dementsprechend (Joh. 5:19). Als Petrus Ihm zum erstenmal begegnete, sagte Er ihm: "Du bist Simon, der Sohn des Jonas" (Joh. 1:40-42). Zu Nathanael, den Er ebenfalls nicht kannte, sprach Er: "Noch ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, habe Ich dich gesehen" (Joh. 1:39-43). Wie überwältigt Nathanael war, kann seiner Antwort entnommen werden. Die Frau am Brunnen staunte ebenfalls, als der HErr ihr sagte: "Fünf Männer hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Ehemann" (Joh. 4:18). Jesus kannte sogar die Gedanken der Herzen — die geheimsten Dinge wurden Ihm geoffenbart. Doch gerade wegen dieses prophetischen Dienstes nannten Ihn die Schriftgelehrten und Pharisäer "Beelzebub" und sahen in Ihm eine Art Wahrsager oder Gedankenleser.

Immer wieder hat dieser einfache, von Gott gesandte Mann, William Branham, auf die eben erwähnten Schriftstellen hingewiesen. Nach der Predigt und dem Aufruf zur Bekehrung betete er für die Kranken. Er wartete ab, bis ihm in einem Gesicht gezeigt wurde, was Gott tun wollte, erst dann sprach und handelte er. Hunderte seiner Predigten wurden aufgenommen und sind ein überwältigendes Zeugnis für alle, die sich von der Richtigkeit dessen, was hier gesagt wird, überzeugen möchten.

Wie er oft betonte, sah er während des Gebets wiederholt ein übernatürliches Licht auf bestimmte Personen herabkommen, für die er betete. Am 24. Januar 1950, während einer Reihe von großen Versammlungen im "Houston Coliseum", machte ein ungläubiger Pressefotograf, der auf der Seite der Kritiker stand, einige Aufnahmen von ihm. Sie sollten in einem Artikel abgedruckt werden, mit dem sie diesen Gottesmann zu diffamieren beabsichtigten. Wer kann sich jedoch das Erstaunen des Fotografen vorstellen, als er auf dem einzigen gelungenen Bild die Lichtsäule über dem Haupt William Branhams sah!

In der Heiligen Schrift lesen wir des öfteren von der Erscheinung des übernatürlichen Lichts. Der Prophet Hesekiel bezeichnete es als "die Herrlichkeit des HErrn", die ihm wiederholt erschien (Hes. 1:28; 3:12 + 23; 10:4 + 18). Saulus wurde auf seinem Weg nach Damaskus von diesem Lichtschein umstrahlt und stürzte zu Boden. Als gläubiger Jude wußte er, was es damit auf sich hat, und fragte: "Wer bist Du, HErr?" Die Antwort lautete: "ICH bin Jesus, den du verfolgst" (Apg. 26:15). Während der Wanderung Israels wurden sie bei Tage von der übernatürlichen Wolke und bei Nacht von dem übernatürlichen Licht geführt (Neh. 9:19). Gott ist Licht und wohnt in einem unzugänglichen Licht (1. Tim 6:16). Jesus kam als Licht in diese Welt (Joh. 1:4-9).

Am 28. Februar 1963 senkte sich die übernatürliche Wolke genau an der Stelle im Gebirge, nördlich von Tucson, Arizona, herab, an der dieser Gottesmann sich befand. Viele Menschen sahen sie, und man sandte dem Leiter des "Institute of Atmospheric Physics" an der Universität von Arizona in Tucson, eine beträchtliche Anzahl von Fotografien dieses Phänomens. W. Branham wurde bei diesem Erlebnis gesagt, daß er in seine Gemeinde nach Jeffersonville zurückkehren sollte, um über die sieben Siegel der Offenbarung zu sprechen. An den sieben aufeinanderfolgenden Tagen vom 17. bis 24. März 1963 kam dieses übernatürliche Licht, wie er berichtete, jeden Nachmittag in seinen Raum, wo ihm das jeweilige Siegel, über das er am Abend sprechen sollte, geoffenbart wurde. In Anbetracht der unvergleichlichen Fülle von übernatürlichen Bestätigungen ist es schwer zu verstehen, warum sogar diejenigen, die sich als "Mann Gottes der Stunde", als "Prophet der Endzeit" und dergleichen bezeichnen, nicht erkennen, was Gott getan hat.

Bereits am 11. Juni 1933 hielt W. Branham als junger Baptistenprediger in Jeffersonville, Indiana, U.S.A., eine biblische Tauffeier im Ohio-Fluß, an der etwa viertausend Menschen teilnahmen und einige hundert getauft wurden. Als er im Begriff war, die siebzehnte Person zu taufen, erschien plötzlich dieses übernatürliche Licht über ihm, und eine mächtige Stimme sagte: "Wie Johannes der Täufer dem ersten Kommen Christi vorausgesandt wurde, so wirst du mit einer Botschaft gesandt, die dem zweiten Kommen Christi vorausgehen wird." Dies sind nur einige der außergewöhnlichen Ereignisse, die geschehen sind.

Wenn wir mit Dingen konfrontiert werden, auf die kein Mensch Einfluß hatte, weil Gott sie in Seiner Souveränität getan hat, können wir nicht länger neutral bleiben, sondern müssen eine Entscheidung treffen. Gleichgültigkeit nützt keinem, denn alles, was Gott tut, geschieht zu einem bestimmten Zweck. Könnte es sein, daß die Gemeinde des HErrn sich heute in der gleichen Lage befindet wie das Volk Israel damals, als der HErr auf Erden wandelte? Alle machen weiter mit ihren Gottesdiensten, als ob der HErr überhaupt nichts Besonderes getan hätte, und manche, die sich in der Bibel auskennen, fragen sogar: "Müßte nicht Elia zuerst kommen? Müßte nicht ein Prophet auftreten?" Die Antwort darauf lautet heute wie damals: "Er ist bereits dagewesen, und ihr habt mit ihm getan, was euch beliebte." Wenn es wahr ist — und es ist wahr —, daß Gott in unserer Zeit einen Mann gesandt hat, ohne daß wir den Tag unserer gnädigen Heimsuchung erkannten, dann ist offenkundig, daß wir an dem Heilsgeschehen vorbeigegangen sind. Sollten wir deshalb nicht in aller Aufrichtigkeit die Heilige Schrift durchforschen, bis wir darin tatsächlich die Botschaft Gottes für diese Zeit gefunden haben?

Wie immer, so könnte es auch jetzt wieder geschehen sein, daß sowohl Kirchen und Gemeinden als auch die gesamte Geistlichkeit ihre festgefahrenen Wege weitergehen, indem sie das, was Gott getan hat, lediglich als unliebsame Störung betrachten und als Werk des Feindes abtun. Weil W. Branham keiner Organisation angehörte, wurde er allgemein abgelehnt, wie es mit den Propheten der Fall war. In allen "Lagern" waren es nur wenige, die ihn als wahren Mann Gottes erkannten. Als Wort-Prophet konnte er weder für die eine noch für die andere Lehrmeinung Partei ergreifen, sondern mußte in den Schranken der Schrift bleiben. Wie Paulus und die Apostel lehrte auch Er, daß Gott sich im Himmel als Vater und auf Erden im Sohn geoffenbart hat und daß Er durch den Heiligen Geist in den Erlösten wohnt. In 1. Tim. 3:16 ist es folgendermaßen zusammengefaßt: "Und etwas unbestreitbar Großes ist das Geheimnis der Gottseligkeit: 'Gott, der geoffenbart ist im Fleisch, als gerecht erwiesen im Geist, erschienen den Sendboten, verkündigt unter den Völkern, gläubig angenommen in der Welt, emporgehoben in die Herrlichkeit'."

Selbst Evangelisten, die durch den Dienst dieses einfachen Gottesmannes inspiriert und gesegnet wurden, haben im Grunde genommen nicht verstanden, worum es jetzt geht. Dasselbe trifft auf jene Gemeinden zu, die in jeder Hinsicht enorm von seinem Dienst profitierten. Wie zu allen Zeiten, hat auch jetzt nur eine kleine Minderheit erkannt, daß Gott uns mit Seinem Plan vertraut gemacht hat. Die wahren Gläubigen werden das verheißene Wort aufnehmen, denn sie selbst sind Kinder der Verheißung (Gal. 4:28) und werden die Verheißung des Vaters empfangen (Apg. 1:4).

Im allgemeinen jedoch herrscht heute der gleiche Zustand wie beim ersten Kommen Christi. Die etablierte Geistlichkeit versuchte damals aus verschiedenen Motiven etwas zu finden, das sie beanstanden konnten. Jetzt ist es nicht anders. Man nimmt zum Beispiel ein Zitat aus dem Buch "Die Darlegung der sieben Gemeindezeitalter" und verweist darauf, daß 1977 weder alle weltlichen Systeme beendet wurden noch das Tausendjährige Reich angebrochen ist. Dabei wäre es so einfach, sich durch einen Vergleich mit der auf Tonband festgehaltenen Originalpredigt davon zu überzeugen, daß Rev. Branham einen solchen Ausspruch nie gemacht hat. In dem Buch, das von Lee Vayle redigiert wurde, befinden sich leider wiederholt Passagen, die nicht mit den Original-Predigten übereinstimmen und nachweislich von dem genannten Lee Vayle stammen. Es ist unverständlich, weshalb sich intelligente Menschen überhaupt nicht darum bemühen, den wahren Tatbestand herauszufinden. Man gewinnt sogar den Eindruck, als ob diese und andere Dinge, die man ihm fälschlicherweise zuschreibt, absichtlich weiterverbreitet werden, um möglichst viele abzuschrecken. Wer jedoch unvoreingenommen ist und noch ein wenig Gottesfurcht besitzt, wird zwangsläufig feststellen, daß dieser Mann ein tiefes Verständnis der Schrift durch Offenbarung hatte und daß ihm die verborgenen Geheimnisse des Wortes kundgetan wurden. Dafür sind wir Gott sehr dankbar.

Vielleicht gelingt es dem HErrn, durch diese einfache Darlegung noch manchem Einhalt zu gebieten, der eigene Wege geht oder mit unnützen Programmen beschäftigt ist. Sie werden dann nicht länger bekämpfen, was von Gott kommt, sondern selbst ein Teil Seines Endzeitplanes werden. Das gilt für alle, die den von Gott gesetzten Dienst ablehnen, weil sie einer Beweisführung Glauben schenkten, die nur auf Hörensagen beruht. Auch diejenigen, die sich einerseits auf W. Branham berufen, andererseits aber unbiblische Behauptungen und Deutungen der Schrift und der Botschaft weitergeben, haben der Sache Gottes nur geschadet, obwohl sie ihr zu dienen meinten.

Ich bitte jeden, die zur Verfügung stehenden Predigten im Licht der Schrift zu durchforschen und die ergangene Belehrung am Worte Gottes zu prüfen, ohne etwas aus dem Zusammenhang zu reißen. Niemand sollte sich auf sein eigenes Verständnis oder auf das Urteil anderer verlassen. Gemeinsam wollen wir tun wie die zu Beröa: "Diese waren edler gesinnt als die Juden in Thessalonike: sie nahmen das Wort mit aller Bereitwilligkeit an und forschten Tag für Tag in den Schriften, ob sich alles so verhalte" (Apg. 17:11).