Circular Letter
RUNDBRIEF Dezember 1980
Ewald Frank
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Kapitola 3
Jesus, der Gekreuzigte
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Unsere Seeligkeit liegt nicht in einer Erkenntnis oder Lehre, sondern ist allein in der Erlösungstat Jesu Christi, des Sohnes Gottes, verbürgt. Es werden Menschen aus dem Alten und Neuen Testament in der Herrlichkeit sein, deren Erkenntnis unterschiedlich war, die aber von Herzen glaubten, daß ihre Erlösung und Rettung in dem Messias ist. Dadurch sind sie aus dem Tode ins Leben hinübergenommen worden (Joh. 5:24).
Gott wird alle nach dem beurteilen was ihnen gepredigt wurde, denn der Glaube kommt aus der Predigt. So ist es auch Bruder Branham in seinem Erlebnis „Hinter dem Vorhang der Zeit“ gesagt worden. Die Erstgeborenen werden nicht mehr gerichtet, weil ihre Verurteilung auf den Sohn Gottes gelegt wurde, der an unserer Stelle den bitteren Tod erlitt.
Seit der Reformation hat der Herr immer mehr Licht geschenkt. Luther hat durch seine Schrift „Babylonische Gefangenschaft der Kirche“ für den entscheidenden Durchbruch gesorgt. Es war die trefflichste Bezeichnung für die christliche Welt, die gewählt werden konnte. Gewisse biblische Wahrheiten stellte er auf den Leuchter, doch der Weg zum vollen Evangelium und der Lehre der Apostel war gerade erst beschritten worden. Es genügte damals, an Jesus Christus zu glauben und der Botschaft der Rechtfertigung Gehör zu schenken.
Doch wir leben in einer ganz anderen Zeit – in der Zeit der völligen Wiederherstellung alles dessen, was Gott durch den Mund Seiner heiligen Propheten – nicht Reformatoren – von Anfang an geredet hat (Apg. 3:21). Aus diesem Grunde sandte Gott in diesem Zeitalter einen Propheten und keinen Reformator. Dennoch dürfen wir den damaligen Anfang auf keinen Fall geringschätzig ansehen. Sicher würde uns heute manches eigenartig anmuten, was damals gelehrt und gesagt wurde. Gewaltige Gottesmänner hatten über viele Dinge noch kein Licht, aber sie standen in der Gnade und erfreuten sich des Heils in Jesus Christus. Wir werden ja nicht nach unserer oder nach der Erkenntnis anderer gerichtet, sondern aufgrund des Gesetzes Gottes, das Er auf dieser Erde verkündigt hat. Die von Gott Begnadigten und Erlösten haben zu allen Zeiten das Hauptgewicht auf das vollbrachte Erlösungswerk gelegt. Sie freuten sich über die Gewißheit, daß Jesus Christus, der eingeborene Sohn Gottes, ihre Schuld gesühnt und ihre Sünde vergeben hat.
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