Circular Letter
RUNDBRIEF Dezember 1980
Ewald Frank
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Kapitola 7
Der Fürsprecher
7 / 10
Im vierten Kapitel sah der Prophet Sacharja die Gemeinde als goldenen Leuchter dargestellt. Durch den Geist Gottes gedrungen, schreibt er schon in den letzten beiden Versen des zweiten und im dritten Kapitel sehr wertvolle Gedanken nieder. Als erstes betont er die Erwählung: „Der Herr aber wird Juda als sein Erbteil auf dem heiligen Boden in Besitz nehmen und Jerusalem wiederum erwählen.“ Welch eine wunderbare Verheißung! Wir sind die von Gott Erwählten des Neuen Bundes. In vielen Schriftstellen des Alten und Neuen Testaments wird diese Tatsache besonders betont.
In 1. Chronik 28 wird berichtet, daß Gott Israel aus allen anderen Völkern erwählt hat, als zweites den Stamm Juda aus den zwölf Stämmen, als drittes das Haus Jesse aus den vielen Familien, als viertes den jüngsten Sohn unter allen Söhnen, der dann auf den Königsthron des HErrn erhoben wurde – Erwählung auf der ganzen Linie!
In dem Wort aus Sacharja 2 wird Juda als Erbteil des HErrn angesprochen. Juda kehrt auf den Boden des verheißenen Landes zurück, dort nimmt Gott es als Sein Volk in Besitz und erwählt Jerusalem aufs Neue. Direkt danach steht: „Stille sei alles Fleisch vor dem HErrn! denn er hat sich aufgemacht aus seiner heiligen Wohnstätte.“ Wir werden gleich feststellen, warum alles zu schweigen hat, wenn Gott redet und den Seinen die Erwählung wissen läßt.
Sofort danach machte sich der Feind auf, um Anklage zu erheben. In Sacharja 3 lesen wir: „Hierauf ließ er mich den Hohenpriester Josua schauen, wie er vor dem Engel des HErrn stand, während der Satan sich zu seiner Rechten stellte, um ihn anzuklagen.“ Ist es nicht sonderbar, daß die Anklage in Gegenwart des HErrn geschah, als Josua seinen Dienst ausführte? Stellen wir uns vor: Sacharja sieht in einer Vision den Hohenpriester Josua vor dem Engel des HErrn stehen. Er hört den Satan zu seiner Rechten die Anklage erheben. Doch dabei ist es nicht geblieben, denn der HErr selbst trat für ihn ein: Da sagte der Engel des HErrn zum Satan: „Der HErr wolle dich schelten, Satan! ja, der HErr, der sich Jerusalem erwählt hat, möge dir Schweigen gebieten.“
Wie in den Tagen Hiobs und des Hohenpriesters Josua, so scheint Satan auch heute noch immer wieder in die Gottesdienste der Gläubigen zu dringen. Aber auch wenn er direkt durch jemanden spricht und die Erlösten verklagen möchte, so steht die Rechtfertigung Gottes durch Jesus Christus dennoch über jeder Anklage. Der HErr spricht durch Paulus: „Wer will Anklage gegen die Auserwählten Gottes erheben? Gott ist es ja, der sie rechtfertigt. Wer will sie verurteilen? Etwa Christus Jesus, der gestorben ist?“
Der HErr hat uns erwählt und wird uns zur Vollendung führen. Eines Tages wird der Ankläger der Brüder hinabgestürzt werden (Offenbarung 12:7-12), nachdem die Überwinderschar hinaufgenommen wurde. Der HErr spricht im Sacharja weiter: „Ist dieser Mann nicht ein aus dem Feuer herausgerissenes Brandscheit?“ Die Anklage hatte ihre Berechtigung, aber nicht aus göttlicher Sicht. Josua stand da, um seines Amtes zu walten. Bei der Gelegenheit wollte Satan ihn erledigen. Doch der HErr gebot ihm zu schweigen. Der HErr gebietet auch heule allen zu schweigen, sich an die eigene Brust zu schlagen und im Eichte Gottes zu betrachten.
Es klingt wie die herrlichste Verkündigung des Evangeliums, was dann gesagt wird: „Der nahm nun das Wort und gab den vor ihm stehenden die Weisung: «Ziehet ihm die schmutzigen Kleider aus!»“ Doch das war nicht alles: Mit diesem Moment mußte Satan, der Ankläger unverrichteter Dinge abziehen. Der HErr fuhr dann fort und sprach zu Josua: „Siehe, ich habe deine Verschuldung von dir genommen und lasse dir Prachtgewänder anziehen.“ Gewiß konnte Satan nicht mit ansehen, daß dieser Gottesmann neu eingekleidet wurde. Gemäß dem Worte Gottes wird der HErr eine Gemeinde ohne Flecken und Runzeln haben, die im Blute des Lammes gewaschen und in weiße Leinwand, die uns von Gott geschenkte Gerechtigkeit – das Brautkleid – gekleidet worden ist.
Zwar wird auch von Miriam gesagt, daß sie weiß wie Schnee war, aber: vom Aussatz! Sie konnte nicht schweigen und brachte dadurch Auflehnung gegen Mose unter das gesamte Volk (4. Mose 12:10). Auch heute sind viele genauso weiß, wie sie war. Doch es gibt eine Priester-Schar, die mit Gott redet, und zwar in der Fürbitte, das Blut des Lammes vor Augen, nach Golgatha schauend. Das ist die in glänzend weiße Leinwand gekleidete erlöste Schar, und dazu wollen wir gehören. Gott möchte, daß wir schweigen, worin Er schweigt, und reden, was Er geredet hat.
Paulus, durch den Geist gedrungen, gebot den Frauen zu schweigen und sagte: „Es kann ihnen nicht gestattet werden zu reden, sondern sie haben sich unterzuordnen, wie auch das Gesetz es gebietet.“ Das ist „So spricht der HErr“ in seinem Wort. Es ist ihnen nicht verboten worden zu beten oder zu weissagen. Sollten nicht alle Schwestern erkennen, daß Bruder Branham als Prophet Gottes in dieser Zeit der Gleichberechtigung und Emanzipation das gleiche sagen mußte; nicht, weil es ihm Spaß machte, sondern aufgrund einer Vision und der ständigen Inspiration des Heiligen Geistes. Er tat es aus Liebe, hat sich selbst und seinem Dienst geschadet, um anderen zu helfen.
Wollen wir uns auf die Seite Gottes stellen und nicht ein Sprachrohr des Anklägers sein. Wer in Fürbitte wirklichen Priesterdienst tut, der steht auf der Seite Gottes, der Seinen Heilsplan zur Ausführung bringen wird.
Gott ist noch auf dem Plan,
und alles ist Ihm untenan!
Wenn Nacht uns bedecket und Satan uns schrecket,
so stimmen wir siegesfroh an:
Gott ist noch auf dem Plan,
und alles ist Ihm Untertan!
Weil Er uns bewahrt,
bleibet Furcht uns erspart.
Gott ist noch auf dem Plan.
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