Circular Letter
RUNDBRIEF Oktober-Dezember 1986
Ewald Frank
Navigate
Chapters
expand_more
Navigate
Chapters
Navigate
Chapters
Jump to any chapter without leaving the reader.
Chapter 4
Verschiedene Aufgaben
4 / 13
Wie jeder, der von Gott zu einem Dienst gerufen wurde, so kann auch ich nur das tun, was Er mir aufgetragen hat. Ich kann nicht einfach nachahmen, was andere getan haben, sondern muss den Dienst gemäß der göttlichen Weisung ausführen. Wenn wir in der Heiligen Schrift nachlesen, stellen wir fest, dass alle wahren Männer Gottes ganz unterschiedliche Aufgaben zu erfüllen hatten.
Der Prophet Noah wirkte weder Wunder noch Zeichen, sondern baute die Arche, wie der HErr es ihm gesagt hatte. (1. Mose 6:22)
Abraham war kein Prophet, der als Bußprediger unter dem Volke aufgetreten ist; auch er tat nur das, was der HErr ihm befohlen hatte, und zog in das verheißene Land.
Der Dienst Moses war ganz anders. Durch ihn geschahen mächtige Wunder und Zeichen, weil Gott es so bestimmt hatte. Er tat, was ihm geboten worden war.
Der Dienst Josuas unterschied sich wiederum von allen anderen, doch auch er tat genau das, was ihm aufgetragen wurde.
Beide, Elia und Elisa, wirkten mächtige Wunder und Zeichen. Weil Elisa das doppelte Maß erbat, vollführte er genau doppelt so viele Wunder wie Elia.
Der Prophet Jesaja hat in den 66 Kapiteln den Verlauf der gesamten Heilsgeschichte niedergeschrieben, wie es im ganzen Alten Testament nicht mehr wiederzufinden ist. Doch es wird keine einzige sichtbare göttliche Bestätigung seines Dienstes genannt. Er war es, der von der Geburt Jesu, von dem Dienst Johannes des Täufers, von dem Leiden unseres Erlösers, ja sogar vom neuen Himmel und der neuen Erde geschrieben hat. Wer ihn mit Mose verglich, hätte fragen können: „Wo bleibt die Bestätigung seines Dienstes?“
Gehen wir zu Jeremia und Hesekiel, die ebenfalls ihren Teil zur Heilsgeschichte und ihrem Ablauf beigetragen haben; nehmen wir die Propheten von Daniel bis Maleachi, so haben sie alle getan, was Gott ihnen aufgetragen hatte, und geschrieben, was ihnen durch göttliche Inspiration eingegeben wurde. Nicht einer hat den anderen kopiert, jeder hatte eine Original-Berufung und einen Dienst entsprechend dem Plan und Willen Gottes. Keiner kann eine Abstufung vornehmen und sagen, der eine sei groß, der andere klein gewesen; da hätte Gott bestätigt und dort nicht. Das erste, was ein Gotteskind haben muss, ist Respekt vor einer göttlichen Entscheidung, in diesem Fall vor einer himmlischen Berufung. Diesen Respekt wird jeder, der vor Gott bestehen will, auch denen entgegenbringen, die Er eingesetzt und beauftragt hat.
Wenn wir zum Neuen Testament gehen, so begegnen wir als erstes dem Dienst Johannes des Täufers. Er hatte keine Wunder und Zeichen aufzuweisen, verkündigte aber das Wort der Stunde, die Botschaft Gottes für den Augenblick, und bahnte dem HErrn den Weg. Jesus selbst sagte von ihm: „Unter den von Frauen Geborenen ist keiner aufgetreten, der größer wäre als Johannes der Täufer.“ (Matth. 11:11) Auch in der Apostelgeschichte und in den Briefen begegnen wir der Vielfalt der Dienste entsprechend der Berufung. Die Aufgabe eines Paulus war anders als die eines Petrus. Von einem Timotheus oder einem Titus wird nicht dasselbe berichtet wie von Petrus und Paulus. Doch eines hatten alle Knechte Gottes gemeinsam: dasselbe Wort und die gleiche Offenbarung, weil sie aus dergleichen Quelle schöpften.
Niemand kann von mir erwarten, dass ich den Dienst Bruder Branhams nachahme, aber jeder kann sicher sein, dass ich die reine göttliche Botschaft verkündige, die der HErr mannigfach bestätigt hat. Wie Bruder Branham sagen konnte: „Ich habe das gleiche gepredigt, was Paulus gepredigt hat“ und Millionen riefen: „Darauf ruhen wir aus!“, so gewiss kann ich sagen: Was Paulus und Branham verkündigt haben, das habe auch ich gepredigt!
Wollte ich die vielen Zeugnisse von Heilungen und übernatürlichen Bestätigungen niederschreiben, so würden sie eine extra Broschüre füllen. Hier sei nur ein markantes Heilungswunder erwähnt, das wir kürzlich erlebt haben. Im April dieses Jahres erreichte uns ein Gebetsanliegen von Geschwistern aus der CSSR. Ihr einziges Kind war seit zwei Jahren krank, von den Ärzten aufgegeben worden und ging dem sicheren Tod entgegen. Seine Heilung, die an einem Mittwochabend stattfand, war eine direkte Gebetserhörung.
In den vergangenen Jahren habe ich mich hauptsächlich der Übersetzungsarbeit und der allgemeinen Verkündigung gewidmet. Je näher wir dem Ende kommen, umso mehr wird die übernatürliche Bestätigung unter denen, die das Wort hören und glauben, zunehmen. Ich habe nämlich Bruder Branham am 3. 12. 1962, als wir schon zum Auto zurückgegangen waren, gefragt, ob ich auch für Kranke beten kann. Er sagte wörtlich: „Bruder Frank, jeder, der berufen wurde, das Evangelium zu verkündigen, ist auch berufen worden, für die Kranken zu beten.“ Danach umarmte er mich und segnete mich unter Gebet
PDF
EPUB