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Menschen fragen, Gott antwortet durch Sein Wort
Ewald Frank
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Kapitola 24
Frage 23: Wie steht es um die Familie eines Knechtes Gottes?
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Antwort: Wieder müssen wir die Frage stellen: Was sagt die Schrift dazu? So hat zum Beispiel unser Herr in Matth. 5, 6 und 7 dem Volk die alles einbeziehende Bergpredigt gehalten. Am Ende dieser langen Predigt lesen wir: „Als Jesus diese Rede beendet hatte, waren die Volksscharen über Seine Lehre ganz betroffen“
(7, 28).
In Matth. 10 spricht der Herr zu den zwölf Jüngern, die Er Apostel nannte, und nicht zur Volksmenge. Er sagte ihnen: „… wo man euch nicht aufnimmt und euren Worten kein Gehör schenkt, da geht aus dem betreffenden Hause oder Orte hinaus und schüttelt den Staub von euren Füßen ab …“ (V. 14).
„Bedenkt wohl: Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe …“ (V. 16).
„… wenn man euch aber in der einen Stadt verfolgt, so flieht in eine andere …“ (V. 23). Am Ende fasst Er Seine Sendung im folgenden Ausspruch zusammen, der die ewige Bestimmung mit einschließt: „Wer euch aufnimmt, nimmt Mich auf, und wer Mich aufnimmt, nimmt Den auf, der Mich gesandt hat.“ (V. 40). Alle sollten sorgfältig nachlesen, was der Herr über diejenigen sagt, die Er selbst beauftragt hat. Sie sollten von Stadt zu Stadt gehen, ob verheiratet oder ledig. Die Berufung ist der Auftrag.
Zu denen, die der Herr Jesus Christus berufen hat, den Frieden zu verkündigen, spricht Er: „Denkt nicht, Ich sei gekommen, um Frieden auf die Erde zu bringen! Nein, Ich bin nicht gekommen, um Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn Ich bin gekommen, um den Sohn mit seinem Vater, die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter zu entzweien, und die eigenen Hausgenossen werden einander feindselig gegenüberstehen.“ (Matth. 10,
34-36). Das ist das vorausgesagte Familienchaos, das auch im Haus eines Predigers sein kann. Trotzdem muss ein Knecht Gottes weiter predigen. Denjenigen, die Er sendet, hat Er weder ein angenehmes Familienleben noch einen angenehmen Dienst verheißen. Niemals hat Gott gesagt, dass ein Apostel, ein Prophet oder Lehrer verheiratet sein muss. Was immer der Familienstand eines Knechtes Gottes sein mag: er muss dem göttlichen Befehl gehorchen.
Wie ganz anders lauten die Worte, die an die Ältesten von lokalen Gemeinden gerichtet wurden! Gemäß
1. Tim. 3 und Tit. 1 müssen die Ältesten und Diakone verheiratet sein. Die Anweisung „So muss denn der Vorsteher eines Weibes Mann sein …“ bedeutet nicht, dass die anderen mehrere Frauen haben konnten. Es bedeutet einfach, dass Brüder, die in der lokalen Gemeinde Verantwortung tragen, verheiratet sein müssen, weil sie mit den Problemen in der Gemeinde zu tun haben. Zitat: „Die Bibel fordert, dass ein Diakon ein verheirateter Mann sein muss. Er muss der Mann einer Frau sein.“ (COD, S. 354).
Wie war es mit dem Sohn Gottes? Trotz Seines übernatürlich bestätigten Dienstes, der Brotvermehrung, der Heilung vieler Kranken, der Auferweckung der Toten, der Stillung des Sturmes usw. glaubten auch Seine Brüder nicht an Ihn (Joh. 7, 5). Sie kannten Ihn dem Fleische, aber nicht dem Geiste nach. In Matth. 13, 53-58 lesen wir, dass der Menschensohn in Seiner eigenen Stadt nichts ausrichten konnte wegen ihres Unglaubens. Sie sagten: „Ist dieser nicht der Sohn des Zimmermanns? Heißt Seine Mutter nicht Maria … wohnen nicht Seine Brüder und Seine Schwestern unter uns?“ Und sie nahmen Anstoß, denn sie urteilten nach dem, was ihre Augen sahen und was die Menschen sagten. Darauf sagte der Herr: „Ein Prophet gilt nirgends weniger als in seiner Vaterstadt und in seiner Familie“ (Matth. 13, 57b).
Es schmerzt uns zu lesen, was die religiösen Führer jener Zeit alles über unseren Herrn und Erretter verbreiteten. Die Pharisäer und Schriftgelehrten sagten Ihm ins Angesicht: „Wir sind nicht im Ehebruch geboren … Du aber bist ein Samariter und hast einen Dämon.“ Denkt nur: unser Herr, der eingeborene Sohn Gottes, wurde als Samariter bezeichnet, der im Ehebruch geboren sein sollte! Das war der Moment, als Er sagte: „… Ich bin von Gott ausgegangen und gekommen … ihr aber stammt vom Teufel als eurem Vater …“ (Joh. 8, 43-44).
Kann ein Knecht erwarten, dass es ihm anders ergeht als Seinem Herrn? Der Erlöser ist nicht gekommen, um eine irdische Familie zu gründen oder um ein Geschäft aus Seinem Dienst zu machen. Seine Knechte haben eine hohe Berufung für den Leib Christi, die über die natürlichen Familienbande hinausgeht.
Es gibt auch keine Verheißung im Worte Gottes für die Söhne eines Propheten, Apostels oder Lehrers, dass sie Erben eines göttlichen Auftrages sein würden. Der Prophet Samuel meinte es sehr gut, als er seine beiden Söhne als Richter einsetzte. Doch es steht geschrieben: „Aber seine Söhne wandelten nicht in seinen Wegen, sondern gingen auf Gewinn aus und nahmen Bestechungsgeschenke an und beugten das Recht.“
(1. Sam. 8, 1-5). Sogar die gut gemeinte Entscheidung eines Propheten schlägt fehl; nur was Gott bestimmt, kann nicht fehlschlagen. Es kann auch geschehen, dass der Sohn eines Propheten, eines Königs, eines Gottesmannes sich erhebt und eine besondere Stellung beansprucht und Menschen in seine Gefolgschaft zieht. Ein typisches Beispiel haben wir in 1. Kön. 1, als Adonia, der Sohn Davids von der Haggith „voller Überhebung dachte: Ich bin’s, der König wird! Daher schaffte er sich Wagen und Pferde an und fünfzig Mann, die als Leibdiener vor ihm herliefen.“ Gottes Entscheidung war bereits gefallen, dass Salomon der Nachfolger auf dem Thron Davids sein sollte. Doch in den Augen seiner Brüder sollte er den Thron nicht besteigen.
Es ist auch möglich, dass Söhne zu sich selbst und anderen sagen: „Ich werde Präsident …“, „Ich bin der Leiter!“, „Ich übernehme Verantwortung …“, „Ich werde Versammlungen anberaumen, eine Gemeinde haben …“, „Ich will …“, „Ich will …“ Alle wahren Knechte Gottes vom Anfang der Zeit an haben ungeachtet der Umstände den Auftrag ausgeführt, den Gott ja nie zurücknehmen kann. Kein Knecht Gottes hat je gesagt: „Ich will …“, „Ich möchte dies oder das tun!“ Viele von ihnen wollten zunächst gar nicht gehen, mussten aber, weil Gottes Berufung unwiderruflich ist. Ob Familie oder nicht, ob verheiratet oder nicht: ein göttlicher Auftrag ist ein Teil des Heilsplanes Gottes, der unter allen Umständen ausgeführt werden muss.
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