Book

Das Traditionelle Christentum

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 32 calendar_month 13. 12. 1992

Navigate

Kapitoly

expand_more

Navigate

Kapitoly

Jump to any chapter without leaving the reader.

Kapitola 11

9. Kapitel: Das Selbstzeugnis Gottes

11 / 32

In der Heiligen Schrift begegnen wir als erstes dem Selbstzeugnis Gottes, zweitens dem Zeugnis der von Ihm gesandten Propheten, drittens dem Zeugnis der Apostel. Im Alten Testament offenbarte Gott sich in der Geistleiblichkeit und kündigte Seine Selbstoffenbarung in der Fleischleiblichkeit an. Im Neuen wird die Erfüllung und Verwirklichung dieser Verheißung bezeugt.

Es ist notwendig, sich in die jüdische Denk- und Glaubensweise zu versetzen und Gott aus der ursprünglichen Sicht zu betrachten. Nur dem Volke Israel ist es auferlegt worden, Zeugnis von dem einen wahren Gott abzulegen. Der HErr offenbarte sich Abraham, Isaak und Jakob als der allmächtige Gott. Mit Mose redete der HErr von Angesicht zu Angesicht (2. Mose 33, 11). Im ganzen Alten Testament waren es hebräische Propheten, durch die Gott gesprochen hat.

Da Gott an erster Stelle steht, soll Er sich uns zuerst persönlich mit einigen Worten vorstellen:

„Hierauf redete Gott alle diese Worte und sprach: ,ICH bin der HErr (Jahweh), dein Gott (Elohim), der dich aus dem Land Ägypten hinausgeführt hat, aus dem Diensthause. Du sollst keine anderen Götter haben neben Mir!‘ “ (2. Mose 20, 1-3)

„Du hast es zu sehen bekommen, um zu erkennen, daß der HErr der einzige Gott ist und daß es keinen anderen außer Ihm gibt.“ (5. Mose 4, 35)

„… so erkenne es heute und nimm es dir zu Herzen, daß der HErr Gott ist oben im Himmel und unten auf der Erde, sonst aber keiner.“ (5. Mose 4, 39)

„Erkennet jetzt, daß Ich allein es bin und neben Mir kein anderer Gott besteht!“ (5. Mose 32, 39)

„… damit ihr zur Erkenntnis kommt und Mir glaubt und einseht, daß Ich es bin: vor Mir ist kein Gott geschaffen worden, und nach Mir wird keiner sein; Ich allein bin der HErr, und außer Mir gibt es keinen Retter.“ (Jesaja 43, 10)

„… damit man erkenne vom Aufgang der Sonne und von ihrem Niedergang her, daß es außer Mir keinen Gott gibt. ICH bin der HErr, und sonst ist keiner!“ (Jesaja 45, 6)

„ICH aber bin der HErr dein Gott, … einen Gott außer Mir kennst du nicht, und einen Helfer außer Mir gibt es nicht.“ (Hos. 13, 4)

Nachstehend sollen nun einige Schriftstellen aus dem Neuen Testament die Zitate aus dem Alten bekräftigen:

„Höre, Israel: der HErr, unser Gott, ist HErr allein … ,Meister, mit Recht hast Du der Wahrheit gemäß gesagt, daß Gott nur einer ist und es keinen anderen außer Ihm gibt‘ “ (Mark. 12, 29 + 32)

„… so gewiß es nur einen einzigen Gott gibt …“ (Röm. 3, 30)

„… so gibt es doch für uns nur einen Gott.“ (1. Kor. 8, 6)

„Ein Mittler aber vertritt nicht einen einzigen; Gott aber ist ein einziger.“ (Gal. 3, 20)

„… dem unvergänglichen, unsichtbaren, alleinigen Gott, sei Ehre!“ (1. Tim. 1, 17)

„Denn es ist nur ein Gott.“ (1. Tim. 2, 5)

„Du glaubst, daß es nur einen Gott gibt? Du tust recht daran.“ (Jak. 2, 19)

„IHM, dem alleinigen Gott, der durch unsern HErrn Jesus Christus unser Retter ist, — Ihm gebührt Herrlichkeit und Erhabenheit, Macht und Gewalt vor aller Weltzeit, auch jetzt und in alle Ewigkeit! Amen.“ (Juda 25)

Die Stellen des Alten Testaments, des prophetischen Wortes, und die des Neuen Testaments, des apostolischen Wortes, bezeugen das gleiche. An keiner Stelle wird von einem „dreieinigen“ bzw. „zweieinigen“ Gott oder von einem „ewigen Sohn“ gesprochen. Die vielen Bände über das Thema „Die heilige Drei-Einigkeit“ hätte man sich sparen können, wenn die biblische Lehre und Gotteserkenntnis übernommen worden wäre. Die sogenannte „heilige Dreieinigkeit“ oder „heilige Dreifaltigkeit“ hat es nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift nie gegeben, es gibt sie auch heute und in Ewigkeit nicht. Es gibt nur einen Gott, der sich als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart hat. Immer ist Gott das und der Endgültige, und was von Ihm ausgegangen ist, wird mit Ihm in Beziehung gebracht: Sohn Gottes, Wort Gottes, Geist Gottes usw. Sohn, Wort, Geist etc. haben Gott als Ausgangspunkt. Gott hat einen solchen nicht, denn Er ist der Einzige, der Ewige — Er ist der Ursprung, der Ausgangspunkt und der Bezugspunkt, alles in allem.

Im Neuen Testament heißt es dann weiter: „… so gibt es doch für uns nur einen Gott, nämlich den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu Ihm, und nur einen HErrn, nämlich Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch Ihn“ (1. Kor. 8, 6). In dieser Bibelstelle wird treffend vor Augen geführt, daß es nur einen Schöpfer und eine Schöpfung gibt, obwohl Er einmal als Gott und einmal als HErr angesprochen wird.

So wird der Drei-Personen-Gott, wie er seit dem 4. Jahrhundert in der Vorstellung der Menschen existiert, in unzähligen Publikationen dargestellt. Was sehen Sie auf diesen Bildern? Eine oder drei Personen? Das eine Bild zeigt den Vater mit dem Zepter, den Sohn mit dem Kreuz und den heiligen Geist als Taube, das andere stellt die Gottheit als drei gleiche Personen dar. Beide Konzepte sind dem Alten und dem Neuen Testament fremd.