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Das Traditionelle Christentum

Ewald Frank

library_books Kapitoly: 32 calendar_month 13. 12. 1992

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Die Heilige Schrift gibt auch völligen Aufschluß über die biblische Taufe. Getauft wird in der gesamten Christenheit, doch leider hat auch dabei eine schlimme Abweichung stattgefunden. Deshalb wird hier die Taufe, wie sie am Anfang der neutestamentlichen Gemeinde vollzogen wurde, gemäß der Heiligen Schrift dargelegt. Möglicherweise ist es für Leser schockierend zu erfahren, daß so viele, die nach außen als Diener Gottes amtieren, selbst im Irrtum sind. Doch es ist ja allgemein bekannt, daß Kirchen und Freikirchen sich nicht immer an die Bibel, sondern an die für ihre Denomination gültigen Bestimmungen und Erkenntnisse halten.

Unser HErr spricht: „Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden …“ (Mark. 16, 16). Die erste Voraussetzung für die Taufe fordert der HErr selbst, nämlich daß der Täufling glaubt. Wie in Röm. 10, 17 gesagt wird, kommt der Glaube aus der Predigt, die Predigt aber aus dem Worte Gottes. Aus diesem Grund erging der Missionsbefehl, das Evangelium zu verkündigen und anschließend die Gläubiggewordenen zu taufen. Diese Tatsache wird bei der ersten Predigt des Petrus und in der gesamten apostolischen Praxis bestätigt: „Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen“ (Apg. 2, 41). Wichtig ist zunächst, daß Menschen die Verkündigung des Wortes hören und ihre persönliche Entscheidung für Christus treffen.

Am folgenden Beispiel soll deutlich werden, daß der persönliche Glaube wirklich eine unabdingbare Voraussetzung für die biblische Taufe ist. Der Evangelist Philippus wurde vom Geiste Gottes zu einem äthiopischen Hofbeamten gesandt, der während seiner Rückreise von Jerusalem auf seinem Wagen im Propheten Jesaja las. Ihm verkündigte er das Evangelium. Darauf sagte der Mann ganz spontan: „Hier ist ja Wasser! was steht meiner Taufe noch im Wege?“ Der Mann Gottes wußte um die Notwendigkeit des Glaubens und antwortete dem Kämmerer: „ ,Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so darf es wohl geschehen.‘ Jener antwortete: ,Ich glaube, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist.‘ Er ließ also den Wagen halten, und beide stiegen in das Wasser hinab, Philippus sowohl wie der Hofbeamte, und er taufte ihn“ (Apg. 8, 36-38). Zur Zeit Johannes des Täufers, unseres HErrn und der Apostel wurde nur durch Untertauchen getauft. Beide, der Täufling und der Taufende, stiegen in das Wasser. So war es auch bei der Taufe Jesu Christi: „Als Jesus aber getauft und soeben aus dem Wasser gestiegen war …“ (Matth. 3, 16a). Eine Taufe, bei welcher der Täufling nicht in das Wasser hineingeht, durch Untertauchen getauft wird und wieder aus dem Wasser heraussteigt, ist weder die Taufe Christi noch die der Apostel — also nicht die biblische Art zu taufen.

Die Jünger hatten ihren HErrn und das, was Er sagte, sehr gut verstanden: „Wer da gläubig geworden ist und sich hat taufen lassen, wird gerettet werden …“ (Mark. 16, 16). In der Heiligen Schrift und in den ersten Jahrhunderten nach Christus gibt es keinen Hinweis darauf, daß ein Säugling getauft wurde. Die Heilige Schrift kennt keine Taufpaten und erwähnt auch nichts davon, daß ein Säugling durch die Taufe von der Erbsünde befreit und ohne sein Wissen zu einem Gotteskind gemacht wird. Das Wort „Erbsünde“ steht nicht einmal in der Bibel, auch wird nichts von einer Wiedergeburt durch die Taufe berichtet. Wer Gottes Wort als Wahrheit akzeptiert, wird sich von der Heiligen Schrift selbst überzeugen lassen, die in Glaubensfragen allein maßgebend ist.

Wie aus der ersten Predigt des Petrus und in all den anderen Fällen ersichtlich ist, geht die Buße, nämlich die Reue (Röm. 2, 4), die zur Bekehrung zu Christus führt, der Taufe voraus. Ein Säugling weiß noch gar nicht, worum es geht, hat weder Sündenerkenntnis, noch kann er Reue empfinden. Das Besprengen oder das Begießen von Säuglingen ist — richtig genommen — gar keine Taufe. Der Lehrsatz „An Stelle der Beschneidung, des Zeichens des Alten Bundes, ist im Neuen Testament die Taufe eingesetzt“ trifft nicht zu, weil es keine schriftgemäße Aussage ist.

Es gibt Theologen, die eine „Hintertür“ suchen, um die „Säuglingstaufe“ zu rechtfertigen. Sie beziehen sich dabei auf Apg. 16, 32 und führen an, daß der Kerkermeister zu Philippi sich mit seinem ganzen Haus taufen ließ. Hypothetisch behaupten sie, daß eventuell auch Kinder darunter waren, was der Bericht allerdings nicht bestätigt. Ehe die Taufe stattfand, heißt es: „Nun verkündigten sie ihm und allen seinen Hausgenossen das Wort des HErrn.“ Hier handelt es sich offensichtlich um ein Haus, in dem Menschen das Wort durch die Predigt hörten, zum Glauben an Gott kamen und sich taufen ließen.

Andere berufen sich bei der „Säuglingstaufe“ auf den Ausspruch des HErrn: „Laßt die Kinder zu Mir kommen …“ (Mark. 10, 14). Wer weiterliest, wird feststellen, daß der HErr die Kinder nicht besprengte, sondern in Seine Arme nahm, herzte und segnete.

Dann gibt es diejenigen, die der Taufe gar keine Bedeutung beimessen. Sie beziehen sich auf den Ausspruch des Paulus: „Christus hat mich ja nicht ausgesandt, um zu taufen, sondern um die Heilsbotschaft zu verkündigen“ (1. Kor. 1, 17). Dieser Vers hebt doch in der Tat den Missionsbefehl, das Evangelium zu predigen und zu taufen, nicht auf. Er zeigt nur, daß Paulus sich hauptsächlich der Verkündigung und Belehrung widmete und das Taufen den anderen Brüdern überlassen hat.

Den Kirchenhistorikern ist auch aufgefallen, daß im Urchristentum und in den ersten Jahrhunderten Gläubiggewordene nur auf den Namen Jesu Christi getauft wurden und nicht, wie seit Entstehung der römischen Kirche, in der Formel: „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ (Dr. J. J. Herzog, Abriß der gesamten Kirchengeschichte, Bd. 1, S. 29; K. D. Schmidt, Grundriß der Kirchengeschichte, S. 73 und andere). Der Taufbefehl aus Matth. 28, 19: „Darum gehet hin und macht alle Völker zu Jüngern: tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes“ wurde von den Aposteln und in der nachapostolischen Zeit richtig verstanden und ausgeführt. Wer langsam liest, dem fällt auf, daß es dabei nicht um eine Formel, sondern um den Namen geht. „Taufet sie auf den Namen …“ Deshalb tauften sie entsprechend dem Befehl auf den Namen des HErrn Jesus Christus.

Gott hat sich als Vater, Sohn und heiliger Geist offenbart. Dieses geschah in dem neutestamentlichen Bundesnamen Jahschua = Jesus, in den die Kinder des neuen Bundes hineingetauft werden müssen. Gott ist unser Vater, deshalb beten wir: „Unser Vater, der Du bist im Himmel, geheiligt werde Dein Name“, doch hier geht es um den Namen, in den hineingetauft werden soll.

Das einheitliche Zeugnis aus der Apostelzeit ist überwältigend und klar. Nach Ausgießung des heiligen Geistes hielt der Apostel Petrus die erste Predigt und sagte denen, die innerlich ergriffen wurden: „Tut Buße und laßt euch ein jeder auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen“ (Apg. 2, 38). Hier wird den Gläubigwerdenden direkt bei Gründung der Urgemeinde zugerufen, was sie tun müssen: umkehren, und wie sie getauft werden sollen. Petrus wußte durch Offenbarung, um welchen Namen es sich handelt, und sprach ihn aus. Damit steht die apostolische Taufpraxis von Anfang an fest.

In Samarien verkündigte Philippus das Evangelium und taufte die Gläubiggewordenen, wie bezeugt wird: „… sie waren lediglich auf den Namen des HErrn Jesus getauft worden“ (Apg. 8, 16). Da jede Sache auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen gegründet sein müssen, wollen wir sehen, in welch einer Weise der Apostel Paulus taufte: „Als sie das hörten, ließen sie sich auf den Namen des HErrn Jesus taufen“ (Apg. 19, 5). Ob in Jerusalem, Samarien oder Ephesus, ob Petrus, Philippus oder Paulus — alle tauften auf den Namen des HErrn Jesus Christus. Der heilige Geist kann nur das gleiche offenbaren.

Zum besseren Verständnis sei noch folgendes erwähnt: Wenn ein Lehrer eine Aufgabe stellt, zum Beispiel: „Wieviel ist drei mal drei“, dann dürfen die Schüler doch nicht antworten: „Drei mal drei ist drei mal drei.“ Sie müssen die Antwort geben, das Ergebnis, das Resultat. Es ist unbegreiflich, wie fast die gesamte Geistlichkeit nur die Aufgabe aus Matth. 28, 19 wie eine magische Formel wiederholt und anwendet, ohne das Resultat, das Ergebnis dieser Aufgabe zu kennen. Petrus, Paulus, alle Apostel und Männer Gottes bis in die ersten christlichen Jahrhunderte hinein kannten die Lösung — den Namen.

Die Jünger haben sich genau an den Missionsbefehl gehalten und ihn hundertprozentig, entsprechend der Weisung ihres Meisters ausgeführt, als sie auf den Namen des HErrn Jesus Christus tauften. Wer nicht so tauft, der hat nicht in den Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes hineingetauft. Die Annahme, daß Vater, Sohn und Heiliger Geist Namen sind, die beinahe alle theologischen Dogmatiker verteidigen, ist falsch. Es sind die Bezeichnungen der besonderen Gottesoffenbarungen im Neuen Testament. Gott heißt nicht „Vater“, Er ist Vater. Gott heißt nicht „Sohn“, Er ist Sohn. ER ist Geist, hat sich aber in dem von Ihm selbst gewählten bundesnahmen geoffenbart.

Wie so oft liegt auch hier das Geheimnis des Namens verborgen. Es muß einfach geoffenbart werden. Die Taufe ist in keinem Fall nebensächlich, denn sie wurde von unserem HErrn gefordert, wie sie vorher an Ihm durch Johannes vollzogen und von Gott bestätigt worden war. Nur muß sie richtig ausgeführt werden. Es gibt nicht einen Fall in der Heiligen Schrift, in dem jemand auf eine dreigliedrige Formel getauft worden wäre.

Warum die katholische Taufpraxis von den großen protestantischen Volkskirchen verschiedenster Prägung bis hin zu den Freikirchen übernommen wurde, ist ebenfalls unbegreiflich. Was sich bibelgläubige Christen vor Augen führen müssen, ist die Tatsache, daß alle, die in der Formel „im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ getauft wurden, eigentlich in die römisch-katholische Kirche hineingetauft worden sind. Folgende Meinung des Jesuiten-Kardinals, Augustin Bea, soll uns die Tragweite vor Augen führen: „Nach Bea ist der Papst ,Vater aller Gläubigen‘, auch der gültig getauften evangelischen Christen, und es bedarf nur einer liebevollen Rückführung zur Mutterkirche“ (O. Markmann, Irrtümer der katholischen Kirche, S. 22). Was unter dem Begriff „gültig getauften“ zu verstehen ist, bedarf keiner weiteren Erklärung. Die biblisch-apostolische Taufe auf den Namen des HErrn Jesus Christus wird von der römischen Kirche als Häresie verworfen.

In „geistlicher Unwissenheit“ kehren protestantische Kirchen und Freikirchen jeder Prägung, über die Gremien im Weltkirchenrat und der Ökumene in den Mutterschoß zurück. Die einen besprengen, die anderen begießen, und manche tauchen sogar dreimal unter in Anwendung der bekannten Formel. Von Paulus wird bei seiner Bekehrung berichtet: „… er konnte wieder sehen, stand auf und ließ sich taufen“ (Apg. 9, 18). Im Brief an die Römer informiert er darüber, wie das geschah: „Oder wißt ihr nicht, daß wir alle, die wir auf Christus Jesus getauft worden sind, auf Seinen Tod getauft worden sind? Wir sind also deshalb durch die Taufe in den Tod mit Ihm begraben worden, damit, gleichwie Christus von den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, ebenso auch wir in einem neuen Leben wandeln“ (Röm. 6, 3-4).

Wer die Zusammenhänge etwas genauer betrachtet, wird feststellen, daß es hier nicht nur um eine äußere Handlung geht, sondern darum, daß der Mensch vorher eine Bekehrung durch Buße und Reue erlebt, die Vergebung seiner Sünden durch den Glauben an Jesus Christus empfangen hat und sich dann als ein mit Christus Gekreuzigter und Gestorbener durch einmaliges Untertauchen symbolisch mit Ihm begraben läßt, um fortan mit Ihm in einem neuen Leben zu wandeln. Die Erneuerung und Wiedergeburt geschieht nicht durch die Taufe, sondern wie geschrieben steht: „… da hat Er uns — nicht auf Grund von Werken der Gerechtigkeit, die wir unserseits vollbracht hätten, sondern nach Seiner Barmherzigkeit — gerettet durch das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung des heiligen Geistes“ (Tit. 3, 5). Die richtige Taufe wird nur an Erneuerten und Wiedergeborenen vollzogen.

An die Kolosser schreibt der Apostel: „… da ihr in der Taufe mit Ihm zusammen begraben worden seid. In Ihm seid ihr auch mitauferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der Ihn aus den Toten auferweckt hat“ (Kol. 2, 12). Im folgenden Kapitel führt der Apostel aus: „Seid ihr also mit Christus auferweckt worden, so suchet das, was droben ist, … ihr seid ja doch gestorben, und euer Leben ist zusammen mit Christus in Gott verborgen“ (3, 1-3).

Der Apostel Petrus bezeichnet die Taufe als „den Bund eines guten Gewissens mit Gott“ und schreibt vom Wasser, in dem der Täufling untergetaucht wird im Vergleich zur Arche Noahs: „Dieses rettet jetzt als Gegenstück auch euch, nämlich die Taufe, die nicht eine Beseitigung des Schmutzes am Fleisch ist, sondern eine an Gott gerichtete Bitte um ein gutes Gewissen; kraft der Auferstehung Jesu Christi“ (1. Petr. 3, 21).

Als Petrus im Hause des Kornelius predigte, sagte er mit Bezug auf Jesus: „Für diesen legen alle Propheten das Zeugnis ab, daß jeder, der an Ihn glaubt, Vergebung der Sünden durch Seinen Namen empfängt.“ Danach wird die Frage gestellt: „ ,Kann wohl jemand diesen Leuten, die den heiligen Geist ebenso wie wir empfangen haben, das Wasser versagen, daß diese nicht getauft würden?‘ So ordnete er denn an, daß sie im Namen Jesu Christi getauft würden“ (Apg. 10, 43 + 47). Die Vergebung der Sünden empfängt der Mensch durch den Glauben an das vollbrachte Erlösungswerk. Als Beweis dafür, Christus aufgenommen zu haben, läßt er sich dann im Namen des HErrn taufen. „… denn ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben an Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr in Christus getauft worden seid, habt Christus angezogen“ (Gal. 3, 26-27).

An die Gemeinde zu Ephesus schreibt der Apostel Paulus: „… e i nHErr, e i nGlaube,e i n eTaufe“ (4, 5). Heute gibt es viele Glaubens-richtungen sowie verschiedene Arten von Taufen und unterschiedliche Erkenntnisse über den HErrn. Das einheitliche und harmonische Zeugnis der Schrift, was die biblische Taufe betrifft, darf jedoch nicht übergangen werden. Die am Anfang, im Urchristentum, festgelegten Lehren sind das gültige Muster, solange die Gemeinde des lebendigen Gottes auf Erden ist. Jene trinitarische Taufpraxis, die bei Gründung der „Reichskirche“ eingeführt und auch bei der Zwangschristianisierung verwendet wurde, ist in der Tat unbiblisch. Es gibt nur ein Original. Alles andere sind Fälschungen, auch wenn Matth. 28, 19 dafür hinhalten muß. Die Apostel verstanden den Missionsbefehl und führten ihn aus.

Mit der Formel „im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“ wird im christlichen Abendland viel Böses getrieben, zum Beispiel: Besprechung von Menschen und Tieren sowie der gesamte Spiritismus etc. Das Gelübde beim Eintritt in die Freimaurer-Loge geschieht auch in der trinitarischen Formel. Jeder Seelsorger weiß um die Not, in die Menschen durch okkulte Handlungen geraten. Auf Befragen antworten oft die Betroffenen: „Das geschieht doch im Namen Gottes!“, ohne zu begreifen, daß es nichts als Hokuspokus in frömmster Umrahmung ist. Menschen geraten so in den Bann Satans, ohne es zu merken. Diese fromme Unwissenheit schreit zum Himmel. Sie resultiert aus dem falschen Gottesverständnis — der Trinitätsidee — und verbunden damit aus dem Mißverständnis des Taufbefehls.

Wie tief die überkommene Taufpraxis auch in dem Reformator Martin Luther verwurzelt war, ist in seiner eigenen Bibelübersetzung älteren Datums nachzulesen. Anstatt den Grundtext wiederzugeben, schrieb er frei, entsprechend der Gewohnheit: „… und taufet sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ In den heutigen Übersetzungen steht es richtig: „… und taufet sie auf den Namen …“ Es ist ein himmelweiter Unterschied für den, der ihn kennt. Jemand kann im Namen einer Firma, im Namen einer Regierung usw. etwas tun, doch bei der Taufe geht es um das bewußte Hineingetauftwerden der Erlösten in den Erlösungsnamen. Es geht um einen Bund mit Gott, der allein in dem neutestamentlichen Bundesnamen Jesus geschlossen wurde. Wie die Braut den Namen des Bräutigams annimmt, so nehmen alle zur Braut Christi Gehörenden den Namen ihres himmlischen Bräutigams an und bestätigen ihrerseits den Bund mit Ihm.

Petrus führt aus: „… und in keinem andern ist die Rettung zu finden; denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in dem wir gerettet werden sollen“ (Apg. 4, 12). Wie wichtig in diesem Zusammenhang der Name des HErrn ist, soll aus der Tatsache gezeigt werden, daß Petrus in Seiner ersten Predigt am Pfingsttage auf die alttestamentliche Verheißung des Propheten Joel Bezug nimmt: „Ein jeder aber, der den Namen des HErrn anruft, wird gerettet“ (Joel 3, 5; Apg. 2, 21). Der Prophet Joel meinte Jahweh. Jeder, der Jahweh anruft, wird gerettet. Petrus kann nur denselben HErrn gemeint haben, nämlich Jahweh, der sich als Jahschua — Retter offenbart hat. Die Taufe in diesen, für den neuen Bund gültigen Namen ist von großer Bedeutung und für wirklich Gläubige unerläßlich.

Es steht ja nicht: „… auf die Namen“, was grammatisch richtig wäre, wenn „Vater“, „Sohn“ und „Heiliger Geist“ Eigennamen wären. Gott sei Dank, daß ganz deutlich in der Einzahl geschrieben steht: „… und taufet sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes“, welcher entsprechend dem Zeugnis der Apostel HErr Jesus Christus ist. Leider ist auch darüber die biblische Erkenntnis verlorengegangen, so daß fast die gesamte Geistlichkeit die unbiblische Überlieferung in Ehren hält und verteidigt. Eine der Ursachen war, daß man den Namen Jahschua, aus dem eindeutig hervorgeht, wer Er war, nämlich Jahweh-Retter, in „Jesus“ umgeändert hat. So konnte er später ganz einfach durch eine namenlose Tradition mit den drei „hohen“ Titeln ersetzt werden.

Wenn heute wie an jenem ersten Pfingsttage die Menschen fragen, was sie tun sollen, um selig zu werden, dann muß ihnen doch die gleiche Antwort gegeben werden: „Tut Buße und laßt euch ein jeder auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden taufen, dann werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen …“ (Apg. 2, 38). Niemand hat das Recht, das Evangelium Jesu Christi abzuändern. Namhafte Exegeten bezeichnen die biblische Taufe auf den Namen des HErrn Jesus Christus als Häresie. Hier muß man fragen: Was ist Irrlehre, das Richtige oder das Falsche? Es bleibt dem mündigen Leser überlassen, selbst zu entscheiden, ob er dem HErrn und den Aposteln oder einer nicht von Gott eingesetzten und deshalb auch nicht von Ihm legitimierten und mit Ihm übereinstimmenden Geistlichkeit glauben und folgen möchte. „So hat der HErr gesprochen: ,Tretet hin an die Wege und haltet Umschau und forscht nach den Pfaden der Vorzeit, welches der Weg des Heils sei, und dann wandelt auf ihm, so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen!‘ “ (Jer. 6, 16).