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Das Traditionelle Christentum
Ewald Frank
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Kapitola 27
25. Kapitel: Die Erwählung — Vorherbestimmung
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„Von Gott erwählt“ bedeutet zunächst: für einen Dienst oder für eine Aufgabe bestimmt und geweiht zu sein. Die Erwählung wird an Abraham und dem Volk Israel deutlich gezeigt: „Du aber, Israel, Mein Knecht, du Jakob, den Ich erwählt habe, Sprößling Abrahams, Meines Freundes, du, den Ich von den Enden der Erde hergeholt und von ihren Säumen her berufen und zu dem Ich gesagt habe: ,Mein Knecht bist du, Ich habe dich erwählt und dich nicht verworfen:‘ — fürchte dich nicht, denn Ich bin mit dir! blicke nicht ängstlich umher, denn Ich bin dein Gott! ICH stärke dich und helfe dir auch und halte dich aufrecht mit Meiner heilverleihenden Rechten“ (Jes. 41, 8-10).
Wie es bei Propheten üblich war, konnte auch Jeremia seinen Auftrag zum Dienst bezeugen: „Es erging aber das Wort des HErrn an mich folgendermaßen: ,Noch ehe Ich dich im Mutterschoße bildete, habe Ich dich erwählt, und ehe du das Licht der Welt erblicktest, habe Ich dich geweiht: zum Propheten für die Völker habe Ich dich bestimmt‘ “ (Kap. 1, 4-5).
Aus den zwölf Stämmen erwählte Gott den Stamm Levi zum priesterlichen Dienst: „… denn ihn hat der HErr, dein Gott, aus allen deinen Stämmen erwählt, damit er und seine Söhne allezeit zur Verfügung stehen, um den priesterlichen Dienst im Namen des HErrn zu verrichten“ (5. Mose 18, 5).
Aus allen Söhnen Isais erwählte Gott David und bestimmte ihn zum König über Sein Volk (1. Sam. 16, 6-14).
Auch Jesus erwählte die Apostel zu einem besonderen Dienst: „Nicht ihr habt Mich erwählt, sondern Ich habe euch erwählt und euch dazu bestellt, daß ihr hingehen und Frucht bringen sollt“ (Joh. 15, 16).
Zu Ananias sprach der HErr in Verbindung mit der Bekehrung des Saulus: „Gehe hin! denn dieser Mann ist für Mich ein auserwähltes Werkzeug: er soll Meinen Namen vor Heidenvölker und Könige und vor die Kinder Israel tragen“ (Apg. 9, 15). Obwohl die Bekehrung erst wesentlich später erfolgte, war Paulus schon vom Mutterleibe an ausgesondert, wie es auch bei den Propheten der Fall war: „Als es aber dem, der mich vom Mutterleibe an ausgesondert und durch Seine Gnade berufen hat, wohlgefällig war, Seinen Sohn in mir zu offenbaren …“ (Gal. 1, 15).
Allgemein trifft zu, was Paulus an die Gemeinde zu Korinth schreibt: „Was der Welt als töricht gilt, das hat Gott erwählt … und was der Welt als schwach gilt, das hat Gott erwählt … und was der Welt als niedrig und verächtlich gilt, das hat Gott erwählt … es soll sich eben kein Mensch vor Gott rühmen können“ (1. Kor. 1, 26-29).
Zum besseren Verständnis müssen andere Aussprüche hinzugezogen werden, denn Berufung und Erwählung trifft auf zwei verschiedene Gruppen von Gläubigen zu. Die Erwählten sind auch berufen, aber die Berufenen sind nicht alle erwählt. Im Gleichnis vom Hochzeitsmahl sagt unser HErr in Matth. 22, 14: „Denn viele sind berufen, aber wenige auserwählt.“ Die Auserwählten bilden in jedem Gemeindezeitalter die Überwinderschar, die alles ererbt gemäß den Verheißungen in den sieben Sendschreiben in Offbg. 2 und 3. Die Berufenen glauben zwar an Jesus Christus als ihren persönlichen Erlöser, lassen sich aber nicht in alle Wahrheit leiten und deshalb auch nicht in vollkommene Übereinstimmung mit dem Worte Gottes bringen. Ihre Namen stehen in dem Buch des Lebens, und sie werden beim Endgericht angenommen werden (Offbg. 20, 11-15).
In Offbg. 17 ist die Rede von dem Lamm, das kämpfen und siegen wird, und von der Überwinderschar, die das höchste Ziel erreicht hat, auf die alle drei Begriffe „berufen“, „auserwählt“ und „treu“ zutreffen: „… denn es ist der HErr der Herren und der König der Könige —, mit Seinen Kampfgenossen, den Berufenen und Auserwählten und Getreuen“ (Vs. 14).
Beide, sowohl der Erlöser wie auch die erlöste Erstlingsschar, werden als Auserwählte Gottes bezeichnet: „Siehe da, Mein Knecht, an dem Ich festhalte, Mein Erwählter, an dem Mein Herz Wohlgefallen hat“ (Jes. 42, 1). „Mein Knecht, den Ich erwählt habe …“ (Jes. 43, 10; Matth. 12, 18). Gottes Wohlgefallen kam zuerst auf den Erwählten, um dann durch Ihn auf die Erwählten kommen zu können (Matth. 3, 17; Matth. 17, 5). So erfüllt sich, was bei der Geburt unseres Erlösers angekündigt wurde: „Ehre sei Gott in Himmelshöhen und Friede auf Erden in den Menschen des Wohlgefallens!“ (Luk. 2, 14). Es gibt Menschen auf Erden, auf denen Gottes Wohlgefallen aus Gnaden ruht.
Die Erwählung geht Hand in Hand mit der Vorherbestimmung. So wie es nur eine Erwählung, nämlich die zur Seligkeit gibt, so gibt es auch nur eine Vorherbestimmung, die zur Seligkeit. Der Sohn, der vor ca. 2.000 Jahren geboren wurde, war vor Grundlegung der Welt erwählt und deshalb bezieht Er sich rückblickend auf die Herrlichkeit Gottes, die Er vor Grundlegung der Welt besaß: „Und jetzt verherrliche Du Mich, Vater, bei Dir selbst mit der Herrlichkeit, die Ich bei Dir besaß, ehe die Welt war“ (Joh. 17, 5). Die Formulierung „vor Grundlegung der Welt“ steht sehr oft in Verbindung mit der Heilsgeschichte. Das „vor Grundlegung der Welt“ war am Uranfang, als der Logos aus der Urfülle Gottes hervorkam, und deshalb „bei Gott war“ (Joh. 1, 1). Zu dem Zeitpunkt waren alle Söhne und Töchter Gottes gemäß Seinem ewigen Heilsplan schon in Christus erwählt. Mit der gleichen Herrlichkeit, mit welcher Er verklärt wurde, werden die Erlösten in Sein Bild verklärt werden: „Vater, Ich will, daß da, wo Ich bin, auch die bei Mir seien, die Du Mir gegeben hast, damit sie Meine Herrlichkeit sehen, die Du Mir verliehen hast; denn Du hast Mich schon vor der Grundlegung der Welt geliebt“ (Joh. 17, 24).
Von den Erlösten wird das gleiche gesagt. Auf sie trifft es ebenfalls zu, vor Grundlegung der Welt erwählt worden zu sein: „Denn in Ihm hat Er uns ja schon vor der Grundlegung der Welt dazu erwählt, daß wir heilig und unsträflic vor Seinem Angesicht dastehen sollten, und hat uns in Liebe durch Jesus Christus zu Söhnen, die Ihm angehören sollten, vorherbestimmt nach dem Wohlgefallen Seines Willens“ (Eph. 1, 4-5). Gott, der ewig ist, hat Seinen Vorsatz vor Grundlegung der Welt gefaßt und verwirklicht ihn im Laufe der Zeit bis hinein in die Ewigkeit.
Petrus führt von dem unbefleckten Gotteslamm aus: „ER war zwar schon vor Grundlegung der Welt zuvor ersehen, ist aber erst am Ende der Zeiten geoffenbart worden euch zugute“ (1. Petr. 1, 20). Auch die Erlösten waren in Ihm zuvor ersehen, deshalb wurden ihre Namen schon vor Grundlegung der Welt ins Lebensbuch des geschlachteten Lammes geschrieben. „So werden ihn (den Antichristen) denn alle Bewohner der Erde anbeten, alle, deren Namen nicht im Lebensbuche des geschlachteten Lammes seit Grundlegung der Welt geschrieben stehen“ (Offbg. 13, 8).
Im Alten Testament erwählte Gott Israel als Volk zu Seinem besonderen Eigentum: „… denn du bist ein dem HErrn, deinem Gott, geheiligtes Volk, und dich hat der HErr, dein Gott, aus allen Völkern, die es auf dem ganzen Erdboden gibt, zu Seinem Eigentumsvolk erwählt“ (5. Mose 14, 2). Aus neutestamentlicher Sicht mit Blick auf die Gemeinde aus den Nationen schreibt Paulus: „So sind sie im Hinblick auf die Heilsbotschaft zwar Feinde um euretwillen, aber im Hinblick auf die Erwählung sind sie Geliebte um der Väter willen“ (Röm. 11, 28).
Erwählung und Vorherbestimmung führen zur Weihe und geistgewirkten Heiligung derer, die erwählt und vorherbestimmt sind. Israel war nicht von selbst abgesondert und in sich heilig, sondern ist durch göttliche Absonderung ein Ihm geweihtes und geheiligtes Volk geworden. „… denn Mir gehört die ganze Erde; ihr aber sollt Mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein“ (2. Mose 19, 5b-6). An die Gläubigen im Neuen Testament schreibt der Apostel Petrus: „Ihr dagegen seid ,das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, die heilige Volksgemeinschaft, das zum Eigentum erkorene Volk‘ “ (1. Petr. 2, 9).
Am vollständigsten führt der Apostel Paulus die Erwählung und Vorherbestimmung in den folgenden Versen vor Augen: „Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, nämlich denen, welche nach Seinem Vorsatz berufen sind. Denn die, welche Er zuvor ersehen hat, die hat Er auch im voraus dazu bestimmt, dem Bilde Seines Sohnes gleichgestaltet zu werden: dieser sollte eben der Erstgeborene unter vielen Brüdern sein. Und die, welche Er vorausbestimmt hat, die hat Er auch berufen; und die Er berufen hat, die hat Er auch gerechtfertigt; und die Er gerechtfertigt hat, denen hat Er auch die Herrlichkeit verliehen“ (Röm. 8, 28-30).
Gott hat wahrlich nichts in den Menschen gesehen, an das Er hätte anknüpfen können, denn es war nichts in ihnen, das Er hätte ansehen können. Das Heil und die Rettung kommt allein von Gott. ER hat die Menschheit in Christus gesehen; in Ihm ist den Erlösten gegenüber Sein „Ja“ erfolgt — die Annahme, und in Ihm ist auch das „Amen“ geschehen — die Einsetzung in die Sohnschaft. Das Schriftzeugnis ist klar und überwältigend. ER hat die Seinen zuvor ersehen und zum ewigen Leben bestimmt. Der Allwissende konnte beides zugleich, erwählen und vorherbestimmen. „Als die Heiden das hörten, freuten sie sich und priesen das Wort des HErrn; und alle, soweit sie zum ewigen Leben verordnet waren, wurden gläubig.“ (Apg. 13, 48).
Erwählung ist nicht Willkür. Gott tut Seinen Willen unmißverständlich kund, zwingt ihn aber keinem Menschen auf. Seine erklärte Absicht lautet: „… dessen Wille es ist, daß alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen“ (1. Tim. 2, 4). Weil Gott jedoch allwissend ist, wußte Er, wer das Heil annehmen und wer es ablehnen würde. Wer nicht zu Gott kommt, bleibt Ihm fern. Wer sich nicht von Ihm retten läßt, bleibt verloren. So konnte Er diejenigen, die Ihm glauben würden, schon im voraus, das heißt vor Grundlegung der Welt, zur Seligkeit bestimmen.
Sehr oft mißverstanden wird das von Paulus zitierte alttestamentliche Wort in Römer 9: „ICH werde Gnade erweisen, wem Ich gnädig bin, und werde Barmherzigkeit dem erzeigen, dessen Ich Mich erbarme … Gott erbarmt sich, wessen Er will, und verstockt auch, wen Er will“ (Vs. 15 + 18). Diejenigen, die zu Ihm kommen, sind es, die Gnade bei Ihm finden. Nur wer zu Ihm kommt, kann Seine Barmherzigkeit und Liebe erfahren. Auf sie trifft der nächste Vers zu: „Demnach kommt es nicht auf jemandes Wollen oder Laufen an, sondern auf Gottes Erbarmen“ (Röm. 9, 16). Wer jedoch nicht zu Gott kommt, dessen kann Er sich nicht erbarmen. Wer nicht zu Ihm kommt und sein Herz verhärtet, dem verstockt und verhärtet Gott sein Herz ganz. Gott hat Seine ursprüngliche Absicht nicht fallen lassen, im Gegenteil: Er verwirklicht sie an denen, die zu Ihm kommen und Ihm Glauben schenken. Wenn weiter von dem Zorn Gottes und den Gefäßen des Zornes, die zur Vernichtung hergestellt sind, geschrieben wird, so sind es wieder die ungläubig Bleibenden, die mit Gott nichts zu tun haben wollen, auf denen der Zorn Gottes bleibt, obwohl Er in Christus eigentlich von uns genommen wurde. Es gibt Menschen, die den göttlichen Freispruch ablehnen und deshalb unter der Verurteilung bleiben. Wer nicht zu Christus kommt, auf dem bleibt der Zorn Gottes, weil er die vollbrachte Erlösung für sich nicht in Anspruch nimmt.
Luzifer lehnte sich aus freier Entscheidung gegen Gott auf und wird sich mit Seinem Anhang nie in den Plan Gottes fügen. Genauso gibt es Menschen, die sich nie in den Plan Gottes einordnen lassen werden. Vergebung und Gnade, also die völlige Erlösung kann Gott nur da verwirklichen, wo Menschen sie als ein Geschenk im Glauben an die stellvertretend vollbrachte Sühnehandlung Christi annehmen.
Uns wird bezeugt: „Denn erschienen ist die Gnade Gottes, die allen Menschen das Heil bringt“ (Tit. 2, 11). Der HErr ruft allen zu: „Kommet her zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid“ (Matth. 11, 28). Doch es kommen nicht alle zu Ihm. Sie hören nicht auf Seinen Ruf. Sogar unter den Frommen, die Sein Wort durchforschen, gibt es solche, die ihr eigenes Motiv dabei verfolgen und nicht in die persönliche Gemeinschaft mit ihrem HErrn und Erlöser dringen. „Ihr durchforscht die Schriften, weil ihr in ihnen ewiges Leben zu haben vermeint, und sie sind es auch wirklich, die von Mir Zeugnis ablegen; aber trotzdem wollt ihr nicht zu Mir kommen, um wirklich Leben zu haben“ (Joh. 5, 39-40). Alles Forschen in der Schrift, das ganze Theologiestudium nützt nichts, es sei denn, jeder einzelne kommt wirklich zum HErrn und empfängt das ewige Leben. Der HErr spricht: „Wen da dürstet, der komme zu Mir und trinke!“ (Joh. 7, 37). Die meisten kommen nicht, sie haben keinen Durst.
Das „verstockt auch, wen Er will“ in Römer 9, 18 ist von einem Zwang bestimmt, weil Gott nicht gegen den Willen eines Menschen handeln kann. Gott konnte das Verlorengehen der Menschen nicht wollen, da Er ja will, daß allen geholfen wird und daß alle gerettet werden, denn Er ist ja der Retter. Wenn der Mensch nicht will, was Gott will, dann muß Gott wollen, was der Mensch will. Mit dieser freien Willensentscheidung hat Gott die Menschen von Anfang an ausgestattet. ER hat sie nicht gezwungen und nicht als Automaten oder Marionetten geschaffen; sie konnten zwischen Leben und Tod, Gehorsam und Ungehorsam wählen.
Der von Gott getrennte Mensch besteht auf seiner Selbstbestimmung, bis er die göttliche Bestimmung erkennt und annimmt. Er besteht auch auf seiner Selbstverwirklichung, bis er ein Teil des verwirklichten Planes Gottes wird. Er möchte unabhängig sein und sich nicht unterordnen. Auf der Suche nach der eigenen Freiheit ist er in das selbstgewählte Verderben gestürzt. In der Loslösung von Gott ist er zum Gebundenen des Widersachers geworden. Deshalb ist die Befreiung nötig. Unser Erlöser wurde ja gesandt, um den Gefangenen die Freilassung zu verkündigen (Luk. 4, 18).
Wie mit dem Glaubensvater Abraham, der uns zum Vorbild gegeben wurde, ist es mit allen, die Gottes Wort hören, es glauben und danach tun. Sie geben Gott damit recht, stellen sich auf Seine Seite und bestätigen den Bund, den Er mit uns geschlossen hat. Die Auserwählten glauben Gott in allem, was Er sagte; sie tun, was Er geboten hat, und gehorchen Seinen Weisungen. Bei ihnen stimmen das Wort, der Glaube und die Werke überein. Die Auserwählten haben ihren eigenen Willen unter den Willen Gottes gestellt, sie beten aufrichtig: „Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auch auf der Erde!“ (Matth. 6, 10). Sie haben kein eigenes Wollen, sie wollen einfach, was Gott will. Sie sind wie der Sohn Gottes eine direkte Verwirklichung des Fleisch gewordenen Wortes, insofern sie durch die Wiedergeburt ein Teil Gottes geworden sind. An solche Menschen richtet Petrus die Mahnung: „Darum seid um so eifriger darauf bedacht, liebe Brüder, eure Berufung und Erwählung festzumachen; denn wenn ihr das tut, werdet ihr sicherlich niemals zu Fall kommen“ (2. Petr. 1, 10).
Wie den Ausführungen des Apostels Petrus zu entnehmen ist, wird uns Christus auch als der auserwählte Stein, der für die einen zum Eckstein für die anderen zum Stein des Anstoßes und zum Felsen des Ärgernisses wird, vorgestellt. Wer zu dem auserwählten Geschlecht und der königlichen Priesterschaft gehört, wird Christus im Glauben als den Eck- und Schlußstein betrachten. Wer Anstoß an Ihm nimmt und sich an Ihm ärgert, befindet sich im Ungehorsam gegen das Wort (1. Petr. 2,
3-10).
Die geistliche Erfahrung lehrt, daß jeder seinen ihm zugedachten Platz einnimmt und das glaubt, was für ihn bestimmt ist. Wer zum Beispiel nicht an Auserwählung glaubt, kann nicht auserwählt sein. Das gleiche trifft auf Bekehrung, Erneuerung, Wiedergeburt, auf jedes Erlebnis zu, das wir mit Gott machen können. Jeder Mensch erlebt nur das, was er glaubt. „Wir aber sind verpflichtet, Gott für euch, vom HErrn geliebte Brüder, allezeit Dank zu sagen, weil Gott euch von Anfang an zur Errettung erwählt hat durch die vom Geist gewirkte Heiligung und durch den Glauben an die Wahrheit“ (2. Thess. 2, 13).
„ER hat uns ja das Geheimnis Seines Willens kundgetan, nach Seinem freien Ratschluß, dessen Ausführung Er sich vorgenommen hatte, sobald die Zeiten zum Vollmaß der von Ihm geordneten Entwicklung gelangt wären: ER wollte in Christus als dem Haupt alles einheitlich zusammenfassen, was in den Himmeln und was auf der Erde ist. In Ihm sind wir nun auch des Heilsbesitzes teilhaftig geworden, nachdem wir dazu vorherbestimmt worden waren nach dem Vorsatz dessen, der alles nach dem Beschluß Seines Willens vollbringt“ (Eph. 1, 9-11).
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