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Das Traditionelle Christentum
Ewald Frank
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Kapitola 13
11. Kapitel: Die Herrlichkeit des HErrn
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Zunächst erschien Gott der HErr dem Mose als Feuerflamme in einem Dornbusch. Auf dem Sinai kam Er im Feuer herab, begleitet von Donnern, Blitzen und Posaunenschall. Das ganze Volk hörte Seine mächtige Stimme (2. Mose 19 + 20). „Als hierauf Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Ältesten der Israeliten hinaufgestiegen waren, schauten sie den Gott Israels: unter Seinen Füßen war wie ein Gebilde von Saphirplatten und wie der Himmel selbst an hellem Glanz. ER streckte aber Seine Hand nicht aus gegen die Auserwählten der Israeliten: nein, sie schauten Gott und aßen und tranken“ (2. Mose 24, 9-11). Ein ganzes Volk erlebte mit, daß sich der lebendige Gott auf Erden bezeugte. Einzelne durften in Seine direkte Gegenwart treten, sahen Gott den HErrn in einer Gestalt, die sie beschreiben konnten.
Kurz darauf stieg Mose wieder auf den Berg, um Gott dem HErrn zu begegnen: „Als Mose dann auf den Berg gestiegen war, verhüllte Gewölk den Berg, und die Herrlichkeit des HErrn ließ sich auf den Berg Sinai nieder, und das Gewölk verhüllte den Berg sechs Tage lang; erst am siebten Tage rief Er dem Mose aus dem Gewölk heraus zu. Die Herrlichkeit des HErrn zeigte sich aber vor den Augen der Israeliten wie ein verzehrendes Feuer auf der Spitze des Berges“ (2. Mose 24, 15-17). Immer, wenn von der „Herrlichkeit des HErrn“ die Rede ist, so ist damit die „Schechinah“ gemeint, das hebräische Wort für die sichtbare, mit Glanz, Licht und Majestät durchdrungene, wolkenartige Formierung. Die „Schechinah“ selbst ist schon die in übernatürlicher Weise zum Ausdruck gebrachte Gegenwart des HErrn. In dieser Weise kam der HErr, sichtbar für ganz Israel, während der vierzigjährigen Wanderung über dem Offenbarungszelt herab, um mit Mose zu reden. Bei Tage war es eine Wolkensäule, nachts eine Feuersäule, deren Lichtausstrahlung gewaltig war.
Auch andere Gottesmänner haben diese „Schechinah“-Herrlichkeit gesehen. „Als aber die Priester aus dem Heiligtum hinausgetreten waren, da erfüllte die Wolke den Tempel des HErrn, so daß die Priester wegen der Wolke nicht hintreten konnten, um ihren Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit des HErrn erfüllte den Tempel des HErrn“ (1. Kön. 8, 10+11).
Der Prophet Jesaja sah den HErrn auf dem Thron und hörte die Seraphe rufen: „Heilig, heilig, heilig ist der HErr der Heerscharen! Die ganze Erde ist Seiner Herrlichkeit voll!“ (Jes. 6, 3).
Der Prophet Hesekiel durfte den HErrn ebenfalls schauen. Er berichtet: „… und strahlendes Licht war rings um Ihn her. Wie der Bogen aussieht, der am Regentage in den Wolken erscheint, so war das strahlende Licht ringsum anzusehen. So war das Aussehen der Erscheinung der Herrlichkeit des HErrn …“ (Hes. 1, 27b-28).
Der Übergang aus dem Alten zum Neuen Testament ist so perfekt, wie es nur Gott auszuführen vermag. Als der HErr Mensch wurde, kam dieselbe „Schechinah“ herab: „Da trat ein Engel des HErrn zu ihnen, und die Herrlichkeit des HErrn umleuchtete sie, und sie gerieten in große Furcht“ (Luk. 2, 9). Bei der Verklärung geschah das gleiche: „Während er noch redete, überschattete sie plötzlich eine lichte Wolke, und eine Stimme erscholl aus der Wolke, die sprach: ,Dies ist Mein geliebter Sohn, an dem Ich Wohlgefallen gefunden habe: höret auf Ihn!‘ … Als sie dann von dem Berge hinabstiegen, gebot ihnen Jesus: ,Erzählt niemand etwas von der Erscheinung, die ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferweckt worden ist.‘ “ (Matth. 17, 5 + 9).
Im hohenpriesterlichen Gebet steht: „Und jetzt verherrliche Du Mich, Vater, bei Dir selbst mit der Herrlichkeit, die Ich bei Dir besaß, ehe die Welt war“ (Joh. 17, 5). Ehe die Welt war, ist Er aus Gott ausgegangen als der Logos-Jahweh, und mit dieser Herrlichkeit wurde Jahschua verklärt. Das gleiche Erlebnis ist den Erlösten in Aussicht gestellt! „ICH habe auch die Herrlichkeit, die Du Mir gegeben hast, ihnen gegeben, damit sie eins seien, wie wir eins sind“ (Vs. 22). Die Vollendung finden wir so beschrieben: „Vater, Ich will, daß da, wo Ich bin, auch die bei Mir seien, die Du Mir gegeben hast, damit sie Meine Herrlichkeit sehen, die Du Mir verliehen hast; denn Du hast Mich schon vor der Grundlegung der Welt geliebt“ (Vs. 24). Auch uns hat Er schon vor Grundlegung der Welt geliebt und erwählt (Eph. 1, 4-5).
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